Jahresbilanz: Roddick und Henin sind Weltmeister 2003
- ÖTV-Auswahl im Daviscup gegen drei Weltmeister
- Team-Captain Bresnik hofft auf hochmütige Amerikaner
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Der internationale Tennisverband (ITF) hat den US-Amerikaner Andy Roddick und die Belgierin Justine Henin-Hardenne (beide 21 Jahre alt) zu den Tennis-Weltmeistern 2003 gewählt. Weltmeister im Doppel dürfen sich Bob Bryan/Mike Bryan aus den USA bzw. die spanisch-argentinische Paarung Virginia Ruano-Pascual/Paola Suarez nennen.
Roddick und Bryan/Bryan wurden von Patrick McEnroe als Fixstarter für das Daviscup-Treffen mit Österreich vom 6. bis 8. Februar in der mit 7.500 Zuschauern wohl ausverkauften Mohegan-Sun-Arena des Indianer-Reservats von Uncasville als Fixstarter bezeichnet.
Wer allerdings neben Roddick als zweiter Einzelspieler aufgeboten wird, ließ der Daviscup-Kapitän offen. "Mardy Fish müsste ich nach der Weltrangliste nominieren, Taylor Dent ist auf Hardcourt in der Halle besonders stark und James Blake der Lokalmatador in Connecticut. Auch Robby Ginepri hat seine Teamchance, ich werde mich wohl erst während der Australian Open entscheiden", meinte Patrick McEnroe, der die Österreicher "sicher nicht unterschätzen wird", aber doch die klare Favoritenrolle seiner Mannschaft mit Heimvorteil und auf relativ schnellem Hartplatz mit Wilson-US-Open-Bällen betont.
Österreich als Underdog
Günter Bresnik, der Patrick McEnroe 91/92 gecoacht hatte, sieht dann eine kleine Chance für sein Team, wenn "uns die Amerikaner wie beim Fed Cup vor knapp zwei Jahren unterschätzen sowie Stefan Koubek und Jürgen Melzer ihr bestes Tennis spielen".
Bei der Ermittlung der Weltmeister "am grünen Tisch" stand bei den Herren auch Roger Federer zur Wahl, der Schweizer hatte heuer in Wimbledon und beim Masters triumphiert. Roddick gewann allerdings das US Open und beendete das Jahr als Nummer 1. Den Ausschlag gaben laut dem italienischen ITF-Präsidenten Francesco Ricci Bitti Roddicks Halbfinal-Qualifikationen beim Australian Open und in Wimbledon. Federer erreichte außer in Wimbledon kein Grand-Slam-Viertelfinale.
Einfacher war die Entscheidung zu Gunsten von Henin-Hardenne. Sie beendete das Jahr als Nummer eins und siegte sowohl bei den French Open als auch bei den US Open. Am Sonntag war Henin-Hardenne auch zu "Europas Sportlerin des Jahres" gekürt worden. (apa/red)
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