Busek: Serbien-Wahl gibt Anlass zu Sorge
- Stabilitätspakt-Koordinator warnt vor nationalistischen Kräften
- Annäherung Belgrads an EU würde dadurch erschwert
Die vorgezogenen Parlamentswahlen in Serbien geben nach Ansicht des EU-Koordinators für den Südosteuropa-Stabilitätspakt, Altvizekanzler Erhard Busek, Anlass zu Sorge. Sollten sich die demokratiefeindlichen Parteien durchsetzen, würde das eine entscheidende Verzögerung Serbiens auf dem Weg in die Europäische Union bedeuten, warnte Busek.
Allerdings sei auch bei einem Sieg der nationalistischen Parteien der Prozess der Demokratisierung nicht mehr aufzuhalten, so Busek.
Meinungsumfragen sagten der ultranationalistischen Serbischen Radikalen Partei (SRS) von Vojislav Seselj die meisten Stimmen voraus. Da auch die Sozialistische Partei (SPS) des wegen Kriegsverbrechen angeklagten Ex-Präsidenten Slobodan Milosevic die Fünf-Prozent-Hürde überspringen könnte, hielten Wahlforscher sogar eine knappe Mehrheit dieser beiden Parteien für möglich. (APA/red)
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