Samstag, 27. Dezember 2003

Trotz Drohungen Israels: Radikale Palästinenser wollen weiter Widerstand leisten.

  • "Islamischer Heiliger Krieg": Tötung eines führenden Mitglieds durch Israel "feige".

Radikale Palästinensergruppen haben am Samstag versichert, auch die "gezielte Tötung" ihrer Führungsmitglieder durch Israel werde ihren Widerstand nicht brechen. Am Donnerstag waren bei einem israelischen Angriff in Gaza-Stadt der Militärchef der radikalen Organisation "Islamischer Heiliger Krieg", Mukalat Hamid, zwei seiner Begleiter und zwei Passanten getötet worden.

Ein führendes Mitglieder der Organisation, Mohammed al Hindi, nannte den Anschlag "feige". Solche Operationen würden den Zorn der militanten Palästinenser weiter schüren, sagte er. Mohammed Ghazal, Vertreter der radikalen Hamas-Gruppe im Westjordanland, erklärte unterdessen, die Aktion zeige, dass Israel nicht an eine friedliche Lösung glaube.

Auf Seiten der Israelis sehe er keinerlei Bemühungen, sich für eine Waffenruhe einzusetzen. Der israelische Ministerpräsident Sharon hatte am Montag einer offiziellen Waffenruhe mit den für Terroranschläge verantwortlichen Palästinenserorganisationen eine Absage erteilt.

(apa)

27.12.2003 12:12