Leichen von Musharraf-Attentätern entdeckt
Nach einem fehlgeschlagenen Attentat auf den pakistanischen Präsidenten Pervez Musharraf hat die Polizei die Leichen von drei mutmaßlichen Selbstmordattentätern gefunden. Einer von ihnen sei bereits identifiziert worden, teilte das Innenministerium am Freitag mit.
Die Täter rissen elf weitere Menschen mit in den Tod. Sie versuchten, Musharrafs Limousine mit zwei Kleinlastern voll Sprengstoff zu rammen. Der Präsident entkam unverletzt. Es war das zweite Attentat auf Musharraf innerhalb von elf Tagen. In einem am Donnerstagabend vom staatlichen Fernsehen verbreiteten Interview sagte Musharraf, das Attentat sei das Werk fehlgeleiteter Menschen gewesen. "Wir müssen sie bekämpfen und das Land von diesen Extremisten säubern."
Informationsminister Sheikh Ahmed Rashid erklärte, mindestens einer der Selbstmordattentäter sei ausländischer Herkunft. Nach den am Tatort gefundenen Hautfetzen zu schließen handle es sich nicht um einen Pakistani, sagte Ahmed. Der Anschlag wurde um 13.40 Uhr Ortszeit (09.40 MEZ) in der Stadt Rawalpindi verübt, nur wenige hundert Meter von der Brücke entfernt, unter der am 14. Dezember Minuten nach der Überfahrt von Musharrafs Konvoi fünf Bomben explodierten.
"Ein Fahrzeug kam auf mich zu, auf mein Auto", beschrieb Musharraf den Hergang in dem Fernsehinterview. "Ein Polizist hielt es an, und es explodierte. Wir fuhren schneller, da explodierte vor uns eine weitere Bombe." 46 Menschen wurden verletzt, darunter mehrere Polizisten aus der Eskorte Musharrafs. An der Präsidentenlimousine selbst wurde nur die Windschutzscheibe beschädigt. Musharraf wird von militanten Islamisten als Verräter betrachtet, weil er nach den Anschlägen des 11. September die Zusammenarbeit mit dem Taliban-Regime in Afghanistan aufgab und den US-Angriff auf das Nachbarland unterstützte. (APA/red)
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