Mittwoch, 24. Dezember 2003

BSE in den USA: Kranke Kuh aus Kanada importiert

  • Nach Bestätigung des Verdachts zweite Herde unter Quarantäne
  • US-Rindfleischindustrie befürchtet jetzt Milliardenverluste

Die erste an BSE erkrankte Kuh in den USA ist vermutlich aus Kanada importiert worden. Das Rind gehört nach neuesten Angaben zu einer vor zwei Jahren aus Alberta in die Vereinigten Staaten verschifften Herde.

Bei allen 74 Tieren der Herde habe es sich um Milchkühe gehandelt, so dass die meisten noch am Leben sein dürften, erklärten die US- Behörden. Dies bedeute aber nicht, dass die gesamte Herde betroffen sei.

Nach ihrem ersten BSE-Fall befürchtet die Rindfleischindustrie Milliardenverluste. Schon 2001 hatte die Regierung mitgeteilt, dass sich eine etwaige BSE-Erkrankung im US-Rinderbestand mit einem Minus von 12 Milliarden Euro zu Buche schlagen könnte. Für die Sicherheit von Lebensmitteln zuständige Beamte hatten seinerzeit vorausgesagt, dass möglicherweise 300.000 Kühe getötet werden müssten.

Zahlreiche Länder haben ein Einfuhrverbot für amerikanisches Rindfleisch verhängt, allen voran der Hauptimporteur Japan. Es folgten unter anderem Südkorea, China, Russland und Vietnam sowie Mexiko, Kolumbien, Venezuela, Argentinien und weitere lateinamerikanische Staaten.

Das tiermedizinische Labor im englischen Weybridge hatte am Donnerstag den BSE-Verdacht bei einer Kuh im nordwestlichen US-Staat Washington bestätigt. Für abschließende Ergebnisse soll aber noch weitere Hirnproben untersucht werden. (APA/red)

24.12.2003 07:22