"Europa der zwei Geschwindigkeiten": Irlands Regierungs-Chef dagegen
- Künftiger EU-Ratspräsident nennt Idee "grundlegend schlecht"
·EU-Verfassung
Schröder: Kommt sicher 2004
·EU-Verfassung
Überblick: Bisherige Stationen
Der irische Regierungschef und künftige EU-Ratspräsident Bertie Ahern hat die Idee vom "Europa der zwei Geschwindigkeiten" als "grundlegend schlecht" abgelehnt. "Es ist nicht nötig, ein neues System zu entwickeln", sagte Ahern. Unter einem System mit einem Kerneuropa, das ein anderes Programm verfolge als der Rest der Staaten, würden auch der Zusammenhalt und die Solidarität in der Europäischen Union leiden.
In einem Interview wenige Tage vor Beginn der irischen Ratspräsidentschaft am 1. Jänner sagte Ahern, er sei über den exakten Stand der Verhandlungen über die neue EU-Verfassung nicht informiert. "Es gab kein Dokument. Was der italienische Ratsvorsitz mit verschiedenen Ländern vereinbart hat, ist nicht bekannt." Er betonte jedoch, wenn die EU-Staatschefs an Fortschritten interessiert seien, werde die irische Regierung mit besten Kräften daran arbeiten. "Früher oder später" werde die EU eine Verfassung haben.
(apa, red)
Familiendrama in St. Pölten15:23
Bluttat: Bub ist totÄrzte kämpften erfolglos: Achtjähriger Bub nach Kopfschuss gestorben
