Sonntag, 28. Dezember 2003

Lackdämpfe ausgetreten: Wohnhaus in Tirol evakuiert

Ein Wohnhaus in Hall in Tirol hat in der Nacht zum Sonntag vollständig evakuiert werden müssen. Gesundheitsschädigende Lackdämpfe waren ausgetreten, erklärte die Gendarmerie. Drei Bewohner mussten wegen starker Kopfschmerzen und Erbrechen ins Krankenhaus eingeliefert werden. Die restlichen neun Bewohner des Hauses wurden evakuiert.

Eine Frau hatte gegen 4.30 Uhr früh der Gendarmerie gemeldet, dass es in dem Wohnhaus stark nach Benzin rieche. Die eintreffenden Beamten stellten starken Geruch nach Nitroverdünnung im Parterre und im ersten Stock fest. Die Freiwillige Feuerwehr konnte mittels Messungen sicherstellen, dass keine Explosionsgefahr bestand. Es wurde ein Großlüfter zur Belüftung des Stiegenhauses und der Wohnungen eingesetzt.

Im Keller des Hauses waren Umbauarbeiten durchgeführt worden. Dabei wurde der Estrichboden mit einem verdünnten Kunststofflack bestrichen. Zum Trocknen war dann ein Elektroheizer aufgestellt worden. Die Fenster waren jedoch mit Abdeckplanen geschlossen worden. In der Folge waren die gesundheitsschädigenden Dämpfe in die Höhe gestiegen und schließlich in die Wohnungen und das Stiegenhaus gedrungen. (APA/red)

28.12.2003 11:35