Samstag, 27. Dezember 2003

Kärnten-Wahl: VP-Scheucher will Landeshauptfrau werden.

  • "Wir brauchen neue Perspektiven und Strategien".
  • Erneut bekräftigt: ÖVP will Haider nicht zum Landeshauptmann machen.

Die Kärntner ÖVP hat sich für die Landtagswahl am 7. März das ehrgeizige Ziel gesetzt, mit Elisabeth Scheucher-Pichler die erste Landeshauptfrau im südlichsten Bundesland zu stellen. "Die Volkspartei ist mit mir die seriöse Alternative für jene, die von Landeshauptmann Haider und der FPÖ enttäuscht sind, aber nicht in die alten SPÖ-Zeiten zurückfallen wollen", sagte die ÖVP-Spitzenkandidatin.

Als Wahlziel für den 7. März nennt die ÖVP-Spitzenkandidatin "so stark zu werden, um eine realistische Chance zu haben, die Landeshauptfrau zu stellen". Der zweite Regierungssitz sei auf jeden Fall erreichbar. "Ich möchte so viel wie möglich Vertrauen gewinnen, um zu beweisen, dass ich eine Alternative für Kärnten bin", erklärte Scheucher. "Es zeigt sich immer deutlicher, dass die Menschen im Land eine Veränderung wollen."

ÖVP will "Wiederholungstäter" Haider nicht zum Landeshauptmann machen
Haider habe als Landeshauptmann zwei Mal die Chance erhalten, in Kärnten etwas zum Positiven zu bewegen. "Aber so wie 1989 hat er sie auch seit der letzten Wahl 1999 nicht genutzt", sagte die ÖVP-Spitzenkandidatin. "Er ist ein Wiederholungstäter. Er hat Kärnten, aber auch Österreich, wieder geschädigt. Kärnten ist dem Landeshauptmann offensichtlich als Plattform nicht genug. Für das Land aber hat er sich in diesen Jahren nicht richtig eingesetzt." Scheucher-Pichler bekräftigte: "Mit Hilfe der ÖVP wird Haider nicht wiedergewählt werden. Dafür stehen Parteiobmann Georg Wurmitzer und ich."

SPÖ-Vorsitzender Peter Ambrozy ist für Scheucher-Pichler keine Alternative zu Haider. "Er wurde 1989 als amtierender Landeshauptmann abgewählt", erklärte sie. Die SPÖ sei auch jene Partei, die sich "vehement gegen die notwendigen Reformen im Gesundheits- und Sozialbereich stellt".

(apa)

27.12.2003 09:31