Freitag, 26. Dezember 2003

Brandserie: Zahlreiche Verletzte in ganz Österreich

  • Feuerwehren zu den Feiertagen ununterbrochen im Einsatz
  • PLUS: Angst vor Feuer - Mann stürzte zu Heiligabend in den Tod

Zahlreiche Verletzte forderten einige Wohnhausbrände in der Nacht auf Freitag in ganz Österreich. Die Feuerwehren mussten praktisch im Minutentakt zu Einsätzen eilen. Schon am Donnerstagabend richtete ein Großbrand in Niederösterreich einen Schaden von 70.000 Euro an (siehe Kasten rechts).

Vorarlberg I: 8 Verletzte im Kleinwalsertal
Ein Großbrand eines Personalhauses in Riezlern im Kleinwalsertal forderte in der Nacht zum Stefanitag insgesamt acht zum Teil schwer Verletzte. Das Feuer war aus noch unbekannter Ursache gegen 3.00 Uhr im Dachgeschoss ausgebrochen. Zwei Gendarmen bzw. der Feuerwehr gelang es in buchstäblich letzter Sekunde, mehrere Personen aus dem bereits in Vollbrand stehenden Gebäude zu retten.

Vorarlberg II: Familie verlor ihr Zuhause
Eine siebenköpfige Familie verlor in der Nacht auf den Stefanitag in Höchst (Bezirk Bregenz) durch einen Brand ihr Zuhause. Ein Feuerwehrmann erlitt bei den Löscharbeiten leichte Verletzungen im Gesicht, die Hausbewohner blieben unverletzt. Die beiden Obergeschoße des Hauses brannten völlig aus.

Tirol: Unbewohntes Haus niedergebrannt
Völlig zerstört hat ein Brand am Donnerstagabend ein Wohnhaus in Jochberg (Bezirk Kitzbühel) im Tiroler Unterland. Das Vieh konnte aus dem Stall gerettet werden, teilte die Gendarmerie mit. Das Feuer war gegen 20.00 Uhr in einem Wohngebäude des Anwesens Schwertern ausgebrochen. Das angrenzende Wirtschaftsgebäude wurde bei dem Brand ebenfalls erheblich beschädigt. Das Wohnhaus war zur Zeit des Feuers unbewohnt. Personen wurden nicht verletzt.

NÖ: Pensionistin brachte sich in Sicherheit
Eine defekte Lichtleitung führte in der Nacht auf heute, Freitag, zu einem Brand im Haus einer Pensionistin in Trautmannsdorf (Bezirk Bruck/Leitha) in Niederösterreich. Die Freiwilligen Feuerwehren Trautmannsdorf, Sarasdorf und Stixneusiedl hatten die Flammen bald unter Kontrolle. Die Frau kam mit dem Schrecken davon, die Schadenssumme war noch nicht bekannt, berichtete die Sicherheitsdirektion Niederösterreich.

OÖ: Zwei Brände, keine Verletzten
Gleich mehrere Feuerwehren mussten in der Nacht auf Freitag in Oberösterreich ausrücken. In zwei Fällen konnten Familien aus brennenden Häusern rechtzeitig entkommen. Die Brände ereigneten sich in Geinberg (Bezirk Ried) und in Schalchen (Bezirk Braunau). Verletzt wurde nach Informationen der Feuerwehr am Freitagvormittag niemand.

Kärnten: Brand in Haus von VP-Politikerin
Die Villacher ÖVP-Gemeinderätin Susanne Astner ist am Christtag Opfer eines Wohnungsbrandes geworden. Die Brandursache und die Höhe des Schadens sind laut Polizei noch nicht bekannt. Die junge Frau hatte nach eigenen Angaben an diesem Tag die Kerzen eines Adventkranzes angezündet. Als sie am Nachmittag die Wohnung verließ, löschte sie die Kerzen. Weil Susanne Astner ihren Reisepass vergessen hatte, kehrte sie wieder nach Hause zurück. Auch zu diesem Zeitpunkt war nach ihren Angaben nichts von einem Brand zu bemerken. Einige Stunden später wurde Feueralarm gegeben. Durch den Brand wurde das Wohnzimmer stark in Mitliedenschaft bezogen. Die Brandursache muss erst durch einen Spezialisten ermittelt werden. (APA/red)

26.12.2003 13:26