Verkehrstote: Niedrigste Zahl seit 1951
- 820 Unfälle kosteten 922 Menschen das Leben
- Unter den Toten sind aber mehr Kinder
·Führerschein
Schlechtpunkte für Auto-Rowdys
2003 ist mit der niedrigsten Zahl an Verkehrstoten seit 1951 zu Ende gegangen. 840 tödliche Unfälle kosteten 922 Menschen das Leben, um 34 Opfer weniger als 2002. Dieses vorläufige Ergebnis bedeute nicht nur einen neuerlichen Rückgang von 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr, sondern auch die bisher absolut niedrigste Zahl seit 52 Jahren, teilte das Innenministerium mit.
Wehrmutstropfen: Unter den Toten sind immer mehr Kinder, und auch die Zahl der tödlich verunglückten Motorradfahrer (plus 24 Prozent) ist stark gestiegen.
Gegenüber 1972, dem bisher schwärzesten Jahr in der Unfallstatistik mit 2.948 Toten, sei die Zahl der Toten im Straßenverkehr um über zwei Drittel gesunken. Innenminister Ernst Strasser will die Bemühungen um mehr Sicherheit fortsetzen. "Wir sind am richtigen Weg", so der Ressortchef, der weiter "punktgenaue Kontrollen, intensive Aufklärung und entsprechende Vorbeugung" forcieren will.
Erfreut über den Rückgang bei den Toten zeigte sich Verkehrsminister Gorbach. Er werde "trotzdem nicht nachlassen und auch weiterhin alles dafür tun", um das Ziel, die Anzahl der Verkehrstoten bis 2010 zu halbieren, zu erreichen.
Kinder stark gefährdet: 37 getötete Kinder bis 14 Jahre bedeuten 2003 die mit Abstand höchste Zahl seit Jahren. In den vergangenen Jahren lag die Zahl im Schnitt bei 26 Todesopfern. Zuletzt gab es im Jahr 1998 ein noch schlechteres Ergebnis mit 43 toten Mädchen und Buben.
Als vermutliche Hauptursachen für den Tod auf den Straßen wurden nicht angepasste Fahrgeschwindigkeit (35,7 Prozent), Vorrangverletzung (15 Prozent), Überholen (9,9 Prozent), Unachtsamkeit/Ablenkung (9,5 Prozent), Fehlverhalten von Fußgängern (5,2 Prozent) und Übermüdung (4,3 Prozent) festgestellt. Alkoholisierung war bei 7,1 Prozent aller tödlichen Unfälle Mitursache. (apa/red)
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