Causa Michael Jackson: Richter im Missbrauchs-Verfahren ernannt
- Trotz Erlaubnis: "Jacko" verzichtete auf geplante England-Reise!
- PLUS: Anklage ist da - 9 Punkte, 7-facher Kindesmissbrauch!
·Die Anklage: Miss- brauch in 7 Fällen
Alle Details über den Kindesmissbrauch
·News im Detail: Fak-simile der Anklage
Das Faksimile der AnklageSchrift
·DIE BILDER: Jackson vor Gericht
Jacko vor Gericht, die Verhaftung, ...
·Alle Ereignisse
zum Durchklicken
Auf die Razzia in Neverland
folgte dann die Verhaftung
·Michael Jackson als liebender Vater
Alles über seine Frauen, seine drei Kinder
·Erste Vorwürfe bereits 1994
Vorwürfe wurden außer- gerichtlich erledigt
·Michael Jackson: Sein Leben
Karriere begann mit sechs Jahren
Im Verfahren gegen US-Popstar Michael Jackson wegen Kindesmissbrauchs hat das zuständige Gericht im US-Bundesstaat Kalifornien einen Richter ernannt. Der Oberste Gerichtshof von Santa Barbara beauftragte Rodney S. Melville mit dem Fall. Melville ist seit 16 Jahren im Amt und Vorsitzender Richter des Zivilgerichts von Santa Maria. Jackson muss am 16. Jänner zum ersten Mal vor ihm erscheinen. Eine geplante England-Reise hat "Jacko" abgesagt, da er befürchtete, dass die geplante Werbetour für sein neues Album "Number Ones" völlig von Protesten überschattet werden würde. Der Sänger hatte von den kalifornischen Behörden bereits eine Ausreise-Erlaubnis für die Zeit vom 20. Dezember bis zum 6. Jänner bekommen.
Was die Ernennung des Richters betrifft, hat Jackson offensichtlich Glück im Unglück: Richter Rodney S. Melville, der seinen Prozess führen soll, wird von seinen Kollegen in den örtlichen Medien als "extrem fair und extrem erfahren" genannt. Er gebe zwar eher eine bescheidene Figur ab und habe auch eine sanfte Stimme, doch "seinen Gerichtssaal hat er fest unter Kontrolle", zitierte die Zeitung Santa Barbara News-Press den obersten Aufseher des Superior Court im Kreis Santa Barbara, Gary Blair.
Reise aus Angst vor Protesten abgesagt
Die Absage seiner Reise könnte für "Jacko" jetzt jedoch böse Folgen haben: Staatsanwalt Tom Sneddon fordert den Star nun auf, seinen Reisepass wieder abzugeben. Sneddon wies darauf hin, dass Jackson der Pass nur für den Zweck einer angeblich aus geschäftlichen Gründen erforderlichen England- Reise zurückgegeben worden sei. Ihm seien aber Berichte zu Ohren gekommen, dass der Pop-Musiker gar nicht nach London fliegen wolle. Eine Antwort der Verteidigung lag bis Heiligabend noch nicht vor. Jackson hatte geltend gemacht, er müsse vertragliche Verpflichtungen im Zusammenhang mit der Promotion für sein neues Album "Number Ones" erfüllen und dafür über Weihnachten und Neujahr in Großbritannien sein. Jacksons Sprecher Stuart Backerman erklärte, seines Wissens sei die Reise weiterhin vorgesehen.
Jackson zeigt sich gerührt
Nach der Solidaritätsparty von hunderten Freunden und Fans hat sich Michael Jackson gerührt gezeigt. "Ich bin wirklich überwältigt von der Unterstützung", erklärte der unter Missbrauchsverdacht stehende Popstar am Sonntag. "Ich habt mein Herz auf eine Art und Weise berührt, für die ich keine angemessenen Worte finde." Jackson veröffentlichte die Botschaft auf seiner neuen Website www.mjnetworks.com, die eigens zur Unterstützung des Sängers eingerichtet wurde.
Etwa 600 Gäste hatten sich am Samstag nach Angaben der Veranstalter auf Jacksons "Neverland Ranch" nordwestlich von Santa Barbara im US-Bundesstaat Kalifornien eingefunden, um ihre Solidarität mit dem Popstar zu bekunden. Unter den prominenten Gästen befanden sich den Angaben nach Tennisstar Serena Williams, Ex-Rapper MC Hammer, Ex-"Backstreet Boy" Nick Carter sowie dessen Bruder Aaron und Jacksons Schwester Latoyah. Auch "Jackos" Eltern Katherine und Joe waren demnach angereist. Jacksons Sprecher wollte keine Angaben dazu machen, ob auch Kinder bei der Party anwesend waren.
Klageschrift gegen Jackson
Bezirksstaatsanwalt Thomas Sneddon hat am 18. Dezember in Santa Maria offiziell die Klageschrift wegen 7-fachen Kindesmissbrauchs (zum Ansehen >> hier klicken!) gegen Jackson eingereicht. Darin werden dem Popstar sieben Fälle von unzüchtigem oder laszivem Verhalten gegenüber Kindern unter 14 Jahren vorgeworfen. Die Verlesung der Klageschrift ist für den 16. Jänner 2004 geplant. Jackson befindet sich nach Zahlung einer Kaution in Höhe von drei Millionen Dollar (2,42 Mio. Euro) auf freiem Fuß. (APA/Red.)
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