Für 2004: Bartenstein erwartet Flexibilisierung der Arbeitszeit
- Flexibilisierung sollte als "Medaille mit zwei Seiten" gesehen werden
Wirtschaftsminister Bartenstein erwartet im kommenden Jahr einen Anlauf für Verhandlungen der Sozialpartner zur Flexibilisierung der Arbeitszeit. Der "Kick-off" dafür müsse von der Arbeitgeberseite kommen, so Bartenstein.
Aus seiner Sicht sollte die Flexibilisierung der Arbeitszeit dabei als "Medaille mit zwei Seiten" gesehen werden, sagte Bartenstein: "Die Arbeitgeberseite muss den Arbeitnehmern klar machen, dass mit Arbeitszeitflexibilisierung nicht Lohnreduktion gemeint ist." Auch die Elternteilzeit etwa sei eine Möglichkeit.
Zur Frage, warum von den Arbeitgebern bisher nichts gekommen sei, sagte der Minister, es sei auf informeller Ebene bereits vieles möglich, auch auf Kollektivvertragsebene: "Wir haben in Österreich vielleicht noch nicht die gewünschte Flexibilität der Arbeitszeit, aber ein hohes Maß an Flexibilität was die Interpretation des Arbeitszeitgesetzes anbelangt."
Was an Flexibilität in der Arbeitszeitgesetzgebung fehle, machten Betriebsräte, Gewerkschaften und Arbeitsinspektoren durch praxisnahe Anwendung auf informellem Weg wett, so der Minister. Jedoch: "Ordnungspolitisch ist das nicht so gut, denn Investoren lesen nur das Arbeitszeitgesetz." (apa)
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