Djindjic-Mord: Prozess in Belgrad fortgesetzt
- Verteidigung wollte getrennten Prozess - Antrag zurückgewiesen
- Djindjic wurde am 12. März in Belgrad erschossen
·Zoran Djindjic
Portrait: Macher des neuen Serbiens
In Belgrad ist am Dienstag der Prozess gegen die Mörder vom serbischen Regierungschef Djindjic fortgesetzt worden. Djindjic wurde am 12. März dieses Jahres vor dem Regierungsgebäude erschossen. An der Anklagebank befinden sich 21 Angehörige einer Mafia-Gruppe aus dem Belgrader Stadtviertel Zemun sowie ein Mitglied der Spezialpolizeieinheit "Rote Barette". Weitere 15 Personen sind flüchtig.
Der Verteidiger des mutmaßlichen Mörders Zvezdan "Zveki" Jovanovic hatte am Montag eine getrennte Prozessführung in der Causa Djindjic beantragt. Die Anklage bezieht sich nämlich auf noch 14 Morde und sonstige Straftaten. Der Antrag wurde vom Belgrader Kreisgericht zurückgewiesen.
Das Spezialgericht zur Bekämpfung der Organisierten Kriminalität, vor dem der Prozess läuft, ist diesem Kreisgericht zugeordnet. Andere Verteidiger lehnten gleichzeitig wegen Befangenheit den Gerichtssenat unter Vorsitz vom Richter Marko Kljajevic und Spezialstaatsanwalt Jovan Prijic sowie zwei seiner Stellvertreter ab. (apa/red)
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