Auf der Flucht: Saddam ernährte sich von Schokolade!
- Ex-Machthaber nutzte angeblich 20 bis 30 Schlupfwinkel
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Auf seiner monatelangen Flucht vor den US-Truppen hat der frühere irakische Machthaber Saddam Hussein nach Informationen der "New York Times" 20 bis 30 verschiedene Verstecke genutzt. Die Schlupfwinkel befanden sich in der von Sunniten dominierten Region des Irak. Saddam Hussein habe sich auf seiner Flucht vor allem von Schokoladeriegeln und Früchten aus der Konserve ernährt.
Seit seinem Sturz Anfang April habe er sich auf ein Netz familiärer Kontakte stützen können, das ihn mit Informationen aus dem ganzen Land versorgte, hieß es in dem Bericht. Zudem habe er sich zahlreicher Boten bedient, die Zellen seiner einstigen Baath-Partei mündlich informierten. Auf diese Weise habe der frühere Präsident den Widerstand gegen die Besatzungstruppen leiten können.
Die Zeitung berichtete weiter unter Berufung auf Militärs, Saddam Hussein sei zu Fuß, per Schiff über den Tigris und mit Taxis oder Pickups auf Nebenstraßen auf der Flucht gewesen. Meistens sei er nachts und mit nicht mehr als einem oder zwei Begleitern von Versteck zu Versteck geeilt.
Einige Male sei es ihm gelungen, seine Söhne Udai und Kusai zu treffen, bevor sie von US-Soldaten im Juli im nordirakischen Mosul erschossen wurden. US-Geheimagenten hätten seine Bewegungen durch die Vernehmung von Vertrauten und festgenommenen Baath-Funktionären sowie durch das Abhören von Telefonaten und die Beschlagnahmung von Dokumenten nachvollziehen können. Am 13. Dezember wurde Saddam Hussein in einem Erdloch in der Nähe seiner Heimatstadt Tikrit festgenommen. (apa)
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