"Person des Jahres": "Time"-Magazin wählt "US-Soldat"
- "Der amerikanische Soldat" trage die Last, mit den schicksalträchtigen Entscheidungen des Landes leben und sterben zu müssen

·Widersprüche
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Für das US-Nachrichtenmagazin "Time" ist "der amerikanische Soldat" die Person des Jahres. Die Redakteure entschieden sich in ihrer alljährlich Wahl der "Person des Jahres" für einen namenlosen Soldaten, der stellvertretend für die 1,4 Millionen Männer und Frauen der US-Streitkräfte stehen soll, die den Krieg im Irak anführten und vor einer Woche den gestürzten Staatschef Saddam festnahmen.
Der amerikanische Soldat trage die Last, mit den schicksalträchtigen Entscheidungen des Landes leben und sterben zu müssen, hieß es zur Begründung.
Das Nachrichtenmagazin "Time" hatte schon einmal, 1950 mit Beginn des Koreakriegs, den US-Soldaten auf sein Titelblatt gehoben. Damals hieß es, dies sei keine Rolle, die sich der Amerikaner ausgesucht habe, weder als Einzelperson noch als Nation. Der kämpfende US- Amerikaner sei nicht der Kreuzritter der Zivilisation, sondern der Wehrpflichtige des Schicksals.
Im vergangenen Jahr wählte "Time" Personen aus, die verdeckte Wahrheiten ans Licht brachten: die FBI-Mitarbeiterin Coleen Rowley, die Versäumnisse der Behörde aufgedeckt hatte, sowie Cynthia Cooper und Sherron Watkins, die die Finanzskandale um die Konzerne Enron und WorldCom öffentlich gemacht hatten. (apa)
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