Samstag, 20. Dezember 2003

"Zwischenfall": US-Armee tötet drei irakische Polizisten

  • Soldaten hatten Polizisten für Guerillakämpfer gehalten
  • PLUS: Saddams Aktentasche als "Goldmine" & Bild seiner Zelle!

Soldaten der amerikanischen Besatzungsarmee im Irak haben in der Nacht auf Samstag im Norden des Landes versehentlich drei irakische Polizisten erschossen. Unterdessen hat der spanische Ministerpräsident Jose Aznar hat den in Irak stationierten Truppen am Samstag einen überraschenden Kurzbesuch abgestattet.

Die Soldaten der amerikanischen Besatzungsarmee haben in der Nacht auf Samstag im Norden des Landes versehentlich drei irakische Polizisten erschossen, die sie für Guerillakämpfer gehalten hatten. Nach irakischen Polizeiangaben ereignete sich der Zwischenfall bei Salman Pak, etwa 90 Kilometer südlich der Stadt Kirkuk.

Der spanische Ministerpräsident Aznar hat den in Irak stationierten Truppen am Samstag einen überraschenden Kurzbesuch abgestattet. Nach Angaben eines Sonderkorrespondenten des staatlichen spanischen Rundfunks reiste der konservative Regierungschef am Freitagabend nach Kuwait, von wo aus er Samstag Früh per Hubschrauber nach Diwaniya, dem Stützpunkt des spanischen Truppenkontingents 160 Kilometer südlich von Bagdad, flog. Begleitet wurde Aznar von einer 17-köpfigen Delegation, darunter auch Verteidigungsminister Federico Trillo. Am Nachmittag wollte er wieder nach Madrid zurückkehren.

Es handelt sich um den ersten Besuch Aznars seit dem US-geführten Angriff auf den Irak im März. Spanien unterstützt die USA mit rund 1300 Soldaten, deren Einsatz vor gut einer Woche um weitere sechs Monate verlängert wurde. Ende November hatte US-Präsident George W. Bush mit einem streng geheim gehaltenen Blitzbesuch zum Thanksgiving- Fest die US-Truppen im Irak überrascht. (APA)

20.12.2003 10:00