Steirer überlebte fünf Tage ohne Essen und Trinken
Fünf Tage hatte ein Wanderer ohne Essen und Trinken in einer Wildfütterung verbringen müssen und überlebt. Wie die Gendarmerie mitteilte, war der 36-jährige Steirer am Montag dieser Woche zu einer Bergwanderung im Gemeindegebiet von Mürzzuschlag aufgebrochen, bei der er einen Schwächeanfall erlitt.
Der Mann konnte sich in eine nahe gelegene Wildfütterung retten, in der er bei Temperaturen bis zu minus zehn Grad ausharrte. Am Samstag versuchte er, eine nahe gelegene Quelle zu erreichen, brach aber zusammen. Dort wurde er von einem anderen Wanderer gefunden.
Dass Wolfgang M. noch lebt, ist beinahe ein Wunder. Der Mürzzuschlager hatte sich nämlich nach dem Schwächanfall bei der Fütterung ausruhen wollen. Dabei zog er seine nassen Schuhe aus, um seine Füße zu massieren. Wegen der eisigen Temperaturen froren die Schuhe jedoch und er konnte sie nicht mehr anziehen. Weil er zu schwach war, allein wieder ins Tal zu gelangen, suchte der Mann schließlich Schutz in der Wildfütterung, in der er bis Samstag ausharrte.
Vom Durst geplagt machte er sich dann am Samstag auf, um zu einer etwa 300 Meter entfernten Quelle zu gelangen, brach aber am Weg dorthin - immer noch barfuß - zusammen. Der Steirer hatte Glück - ein Wanderer, der kurz darauf vorbei kam, sah den Mann auf der Forststraße liegen und alarmierte die Rettungskräfte.
Wolfgang M. erlitt in den fünf Tagen lediglich einen Flüssigkeitsmangel, eine Unterkühlung und starke Erfrierungen an beiden Füßen, teilte die Gendarmerie mit. Er wurde nach der Bergung durch die Bergrettung in das Landeskrankenhaus Mürzzuschlag eingeliefert. Der Mann war während der ganzen Zeit niemandem abgegangen, wie ein Gendarm des Postens Mürzzuschlag mitteilte. (APA)
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