Haider legt nach: "Die Wahrheit tut manchmal weh"
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Jörg Haider kann es nicht lassen! Kärntens Landeshauptmann legte am Wochenende nach, verteidigte seine Vergleiche Israels und der USA mit nahöstlichen Diktaturen. In ganzseitigen Inseraten in Kärntner Tageszeitungen klärte er seine Leser auf: "Die Wahrheit tut weh". Noch nicht bekannt ist, vom wem die Anzeigen finanziert wurden bzw. ob Steuergeld dafür verwendet wurde.
Der Irak-Krieg sei "ein neuer Akt der Willkür unter Missachtung des Völkerrechtes" gewesen. Den USA sei es nicht um Freiheit und Gerechtigkeit, sondern um den Besitz der zweitgrößten Ölreserven der Welt gegangen. Unter dem Titel "Die Wahrheit tut weh" betonte Haider, dass er weiterhin Unrecht anprangern und für Gerechtigkeit eintreten werde.
Der Landeshauptmann meinte, es sei wahr, dass die USA Saddam Hussein so lange selbst mit Waffen und Giftgas beliefert hätten, wie es ihren Interessen gedient habe. Wahr sei auch, dass US-Präsident George Bush die Weltöffentlichkeit wiederholt falsch informiert habe, etwa mit Hilfe von gefälschten Beweisen über die angebliche Existenz von Massenvernichtungswaffen. Haider: "Es ist wahr, dass bei Menschenrechtsverletzungen oft mit zweierlei Maß gemessen wird, je nachdem, welches Land sie begeht."
Weiters verstieg sich Haider zur Erklärung, seine Kritik werde weltweit von einer Reihe anerkannter Persönlichkeiten geteilt, unter ihnen von Papst Johannes Paul II. und Friedensnobelpreisträger Michail Gorbatschow. Haider: "Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass man ein Unrecht nicht dadurch beseitigen kann, dass man ein Neues begeht. Gewalt erzeugt nur Gegengewalt." (APA/red)
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