Freitag, 21. November 2003

Aida mit neuer Glasur: Facelifting für das Unternehmen mit dem rosa Schriftzug

  • Michael Prousek will Konditoreikette modernisieren - und kräftig expandieren

Nach dem Tod von Felix Prousek hat sein Sohn Michael die Konditoreikette Aida übernommen. Er will den Betrieb modernisieren - und kräftig expandieren. Der gelernte Konditor ist seit kurzem für den Familienbetrieb allein verantwortlich. Der Vater starb Ende Oktober im 85. Lebensjahr. Seine Anteile übertrug Prousek Sohn Michael (Bild). Der hält jetzt 90 Prozent, der Rest gehört den beiden Geschwistern.

Michael Prousek hat ehrgeizige Pläne für das Unternehmen mit dem rosa Schriftzug, der schon fast Kultstatus hat und den in Wien jedes Kind kennt: "Ich arbeite an einer Zwei-Säulen-Expansion. Im Hinblick auf die Osterweiterung verhandeln wir gerade mit einem Partner, um Aida in Ungarn zu etablieren. Das zweite Projekt ist unsere Ausdehnung in die Bundesländer."

Für beide Vorhaben könnte sich Prousek auch Franchisenehmer vorstellen. In Wien ist der zweifache Vater mit seinen 26 Filialen und einem Umsatz von 35 Millionen Euro flächendeckend vertreten. "Aber das Geschäft", sagt er, "wird immer härter in der Hauptstadt. Jede Tankstelle und jeder Frisör verkaufen schon Kaffee. In jedem Supermarkt gibt es tiefgekühlte Torten, und die Filialbäcker Mann, Ströck und Felber betreiben eine aggressive Verkaufspolitik."

Facelifting für neue Aida-Filialen
Deshalb will Prousek neue Filialen an der Peripherie ansiedeln. Dort gibt es weniger Konkurrenz, gleichzeitig siedeln sich immer mehr Städter im Grünen an. Der erste dieser Standorte eröffnet im Frühjahr in Großenzersdorf östlich von Wien. Danach folgen Mistelbach und Mödling.

Und Michael Prousek nutzt auch gleich die Gelegenheit, das in die Jahre gekommene Design der Aida-Konditoreien rundzuerneuern. "Wir waren sehr in der Tradition verhaftet und dürfen nicht verstauben", sagt der passionierte Golfer. Allerdings will Prousek mit Vorsicht eingreifen. Immerhin haben sich die typischen braunen Häferln und die Plastiksessel bei vielen Kunden schon zu Sammelobjekten entwickelt.

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21.11.2003 15:54