Billigflieger: Aero-Lloyd-Betriebsrat hofft auf Auffanglösung
- Markteintritt kann nur über den Preis erfolgen
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Der Betriebsrat des insolventen Ferienfliegers Aero Lloyd setzt weiter auf eine Auffanglösung, um den deutschen Flugbetrieb im Frühjahr 2004 wieder aufnehmen zu können. Das Unternehmen solle dabei als Billigfluglinie mit sechs bis acht Maschinen für Deutschland und Europa positioniert werden, teilten der Betriebsrat Frankfurt und die Personalvertretung Kabine mit. "Ein Markteintritt kann hierbei nur über den Preis erfolgen."
Die Geschäftsführung und der vorläufige Insolvenzverwalter wollen den Angaben zufolge die Mitarbeiter am 24.11. über den Stand der geplanten Auffanglösung unterrichten. Zuletzt waren zwei mögliche Investoren im Gespräch. Mindestens die Hälfte der 1400 Arbeitsplätze sollen nach Angaben des Betriebsrats langfristig gesichert werden. "Das ist eine Planspiel-Zahl", sagte dazu ein Aero-Lloyd-Sprecher. Entsprechend könnte die Flotte um die Hälfte reduziert werden. Diese Pläne seien aber bisher rein theoretisch.
Der frühere Formel-1-Weltmeister Niki Lauda hatte die Mehrheit an der österreichischen Tochter von Aero Lloyd übernommen. Der Flugbetrieb in dem Nachbarland soll laut Betriebsrat mit zwei Maschinen spätestens Anfang Dezember wieder aufgenommen werden.
Der Touristikkonzern Thomas Cook plant nach einem Bericht des Magazins "Focus Money", einen Teil seiner stillgelegten Flotte vom kommenden Sommer an auf früheren Strecken der Aero Lloyd einzusetzen. Bisher sollten die 13 Condor-Maschinen verkauft werden. Thomas Cook hat derzeit selbst mit Problemen zu kämpfen. Die Anteilseigner Lufthansa und KarstadtQuelle hatten daher in der vergangenen Woche den Vorstand des Unternehmens ausgewechselt. (apa/red)
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