Weiter rote Zahlen: Swiss vor schwierigem Winter
- Airline ist noch lange nicht über den Berg
- Bemühungen um Bankkredit bis 500 Mio. Franken
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Die Schweizer Fluggesellschaft Swiss International Air Lines schreibt weiter rote Zahlen und steht nach Ansicht von Experten vor einem schwierigen Winter. Im dritten Quartal, konnte die Swiss zwar ihren Betriebsverlust gegenüber dem Vorquartal auf 62 Mio. Franken mehr als halbieren. Aber es fielen Restrukturierungskosten für den Abbau von Arbeitsplätzen und Flugzeugen von mehr als 200 Mio. Franken an.
Unter dem Strich betrug der Verlust 276 Mio. Franken, der sich für die ersten neun Monate auf 609 Mio. Franken summierte - bei einem Umsatz von rund 3,1 Mrd. Franken.
Die Gesellschaft sei noch lange nicht über den Berg, meinten Aktienanalysten. Ein aggressives Marketingkonzept verhalf Swiss zwar zu mehr Passagieren und einer besseren Auslastung, doch das ging zu Lasten der Erträge; der Netto-Durchschnittsertrag pro Passagierkilometer ging im dritten Quartal um zehn Prozent auf 11,7 Rappen zurück. Bedrohlicher ist noch das Tempo, mit dem Swiss ihre liquiden Mittel verbrennt. Die Liquidität sank von Juni bis September um 157 Mio. auf 654 Mio. Franken.
Um für den Notfall gerüstet zu sein und über einen Liquiditätspuffer zu verfügen, bemüht sich die Swiss um einen Bankkredit von bis zu 500 Mio. Franken.
Jetzt kommt es darauf an, ob der eingeleitete Abbau von 3.000 Arbeitsplätzen, der im vierten Quartal zu 2.000 Kündigungen führt, ausreicht, um die Ertragslücke zu schließen. Ein signifikanter Kostenabbau sollte auf jeden Fall möglich sein, so die Aargauische Kantonalbank.
Aber Swiss müsse ihr Marketing überdenken. Bisher habe sich die neue Strategie noch nicht ausgezahlt. Aufwind erwartet sich die Swiss vom inzwischen besiegelten Beitritt zur Flugallianz Oneworld. Das wird aber erst Mitte 2004 wirklich soweit sein. (apa/red)
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