Dienstag, 18. November 2003

Heineken findet BBAG/Brau Union-Streubesitz ab

  • Nächster Schritt zur Übernahme - Pflichtangebot liegt offiziell vor
  • Totale Übernahme kostet Heineken 1,9 Mrd. Euro

Der niederländische Bierriese Heineken hat den nächsten Schritt zur vollständigen Übernahme der österreichischen BBAG/Brau-Union gesetzt. Dem Streubesitz der beiden noch börsennotierten Gesellschaften Brau-Beteiligungs-AG und Brau Union liegt nun das öffentliche Pflichtangebot offiziell vor. Die Holländer zahlen pro BBAG-Aktie 124 Euro und je Brau Union-Aktie 127,27 Euro.

Der BBAG-Angebotspreis liegt 34,1 Prozent über dem BBAG- Tagesendkurs vom 30. April, dem letzten Handelstag vor Bekanntgabe der niederländisch-österreichischen Bierehe. Bei der Brau Union liegt das Offert um knapp 45 Prozent über dem damaligen Tagesschlusskurs.

Die totale Übernahme der österreichischen Bier- und Getränke- Gruppe lässt sich der drittgrößte Bierkonzern der Welt samt der jetzigen Kleinaktionärsabfindung 1,9 Mrd. Euro kosten. Davon werden 1,5 Mrd. Euro Cash gezahlt, 400 Mio. Euro entfallen auf die Übernahme von Schulden.

Nach erfolgreichem Ablauf der Streubesitz-Abfindungsangebote sollen BBAG und Brau Union von der Wiener Börse genommen werden. Ihr Getränke-Geschäft wird dann auf die künftige "Brau Union neu" abgespalten. Mit 36 Brauereien, 16.000 Beschäftigten und 27 Millionen Hektoliter Bierabsatz stellt die Brau Union neu dann 27 Prozent des Heineken-Konzerns weltweit. (apa)

18.11.2003 11:21