Banken-KV: Verhandlungen wurden vertagt
- "Dienstgeber haben unzureichendes Angebot vorgelegt"
- 70.000 Beschäftigten in Österreichs Kreditinstituten betroffen
Bereits nach nur einer Stunde wurden die Verhandlungen über den neuen jährlichen Banken-Kollektivvertrag unterbrochen und auf 1. Dezember vertagt. "Die Dienstgeber haben ein Angebot gelegt, das aber unzureichend ist", hieß es auf Arbeitnehmerseite. Eine Streikoption der Bankmitarbeiter sei aber derzeit nicht aktuell, hieß es.
"Das Angebot der Arbeitgeber lag deutlich unter der Bandbreite der bisherigen Abschlüsse", sagte Erste Bank-Konzernbetriebsratschef Benischek. Details dazu wollte er nicht bekannt geben. Der Verhandler kündigte zudem an, beim nächsten Verhandlungstermin ebenfalls konkrete Forderungen der Arbeitnehmerseite präsentieren zu wollen.
Die Gewerkschaft will mit dem Banken-KV die Reihe der erfolgreichen KV-Abschlüsse in diesem Jahr fortsetzen. Orientierungsgröße bildet dabei der Metaller-, Elektro- und auch Handels-KV-Abschluss. Auch wird auf die positiven Quartalsberichte der großen Geldinstitute aller Sektoren verwiesen.
Angesichts der bekannten Probleme bei den Pensionskassen fordern die Arbeitnehmervertreter zusätzliche die Erhöhung der Arbeitgeberbeiträge zu den Pensionskassen und die Anrechnung aller dienstzeitabhängigen Gehaltsbestandteile wie Jubiläumsgeld und Elternkarenz.
Im Vorjahr wurden die Gehälter der rund 70.000 Bank-Mitarbeiter im Schnitt um 2,23 Prozent erhöht. Die Bandbreite lag zwischen 2,06 und 2,47 Prozent. Konkret wurden die Gehälter um 1,9 Prozent sowie einen Absolutbetrag von sechs Euro monatlich angehoben. (apa)
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