Nach Istanbul-Terror: Europas Börsen schließen mehrheitlich schwächer
- Bombenanschläge sorgen für nachgebende Notierungen
- Versicherer an der Spitze der Verlierer
Die wichtigsten europäischen Aktienmärkte haben am Donnerstag nach neuen Terroranschlägen in Istanbul mit mehrheitlich schwächeren Kursen geschlossen. Die größten Abschläge mussten die Börsen in Paris (minus 0,57 Prozent), Amsterdam (minus 0,51 Prozent) und London (minus 0,45 Prozent) hinnehmen. Zürich (plus 0,06 Prozent) schloss mit behaupteten Notierungen.
Europas Märkte konnten am Donnerstag exogene Schocks relativ gut verdauen und schlossen lediglich leicht schwächer. Am Vormittag sorgten nach gutem Start zwei neue Bombenanschläge in Istanbul für deutlich nachgebende Notierungen. Mindestens 26 Menschen wurden nach Angaben der Behörden getötet und fast 450 verletzt, als zwei Autobomben vor dem britischen Generalkonsulat und der britischen Bank HSBC explodierten. "Die Terrorangst, die gestern verflogen war, ist schlagartig zurückgekehrt", kommentierte ein Händler.
Knapp nach US-Börseneröffnung sorgte dann die Meldung, dass das Weiße Haus in Washington evakuiert worden war, für weitere Aufregung. Die Behörden konnten aber rasch wieder Entwarnung geben. Der Fernsehsender NBC hatte berichtet, dass ein kleines Flugzeug in den gesperrten Luftraum eingedrungen war.
An der Spitze der Verlierer standen heute die Versicherer, die im Durchschnitt um 1,0 Prozent nachgaben. Besonders stark reagierten auch die Aktien mit Tourismus-Bezug auf die neuen Terror-Sorgen. (apa/red)
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