Privatisierung: Land verkauft die Bank Burgenland
- Bis zu 100% stehen zum Verkauf, Angebotsfrist bis 27.11.2003
- Das Land Burgenland strebt einen Totalverkauf an

Die Privatisierung der Bank Burgenland tritt in die entscheidende Phase: Im Auftrag des Landes wurde die Bank von der britischen Beraterbank HSBC in mehreren Tageszeitungen per Inserat zum Verkauf ausgeschrieben. Potenzielle Käufer werden aufgefordert, ihr Interesse bis 27. November schriftlich zu bekunden.
Bevor sie nähere Details über die Bank erfahren, müssen die Bewerber außerdem eine Vertraulichkeitserklärung abgeben. Interessenten müssen zudem ihre Finanzkraft nachweisen und einen aktuellen Geschäftsbericht einreichen. Bereits ab 24. November sollen qualifizierte Bewerber ein Informationsmemorandum erhalten.
Übernahmeangebot an die Kleinanleger
Im Eisenstädter Landhaus geht man davon aus, dass die Privatisierung der Bank bis März kommenden Jahres abgewickelt werden kann. Das Land, das derzeit rund 83 Prozent der Aktien hält, strebt einen Totalverkauf an. An die Kleinanleger erging ein Übernahmeangebot von 14,20 Euro pro Aktie, das bis 11. Dezember befristet ist.
Raiffeisen, BAWAG & Hypo zeigen Interesse
Bereits im Vorfeld der Privatisierung hatten einige Banken Interesse bekundet: Ein Konsortium, dem die Raiffeisen-Landesbanken Burgenland, Niederösterreich-Wien (NÖ-Wien), Oberösterreich und Steiermark sowie die Raiffeisen Zentralbank (RZB) angehören, strebt an, die Bank Burgenland zur Gänze zu übernehmen. Nicht gänzlich abgeneigt zeigte man sich außerdem bei der BAWAG und der Hypo Niederösterreich. Als weiterer Bewerber könnte die ungarische OTP Bank ins Rennen gehen.
Die Bank Burgenland beschäftigt rund 370 Mitarbeiter und hat 16 Filialen. Die Bilanzsumme lag Ende September bei rund 2,9 Mrd. Euro. (APA/Red.)
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