Kroatien: Rücktritts-Aufforderungen an Baric trotz EM-Quali
- Verbandsfunktionär: "Hallo Portugal, auf Wiedersehen Otto"
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Alexander Starkow schrieb mit der erstmaligen Qualifikation der Letten für ein Fußball-Großereignis Geschichte, Georgij Jartsew (Russland) steht vor einer Vertragsverlängerung, Dick Advocaat (Niederlande) und Inaki Saez (Spanien) retteten mit Erfolgen im EM-Playoff am Mittwoch ihren Job als Teamchef. Für den fünften erfolgreichen Coach gab es dagegen am Donnerstag ein böses Erwachen. Otto Baric führte Kroatien mit dem 1:0-Sieg in Slowenien zwar zur Euro 2004 nach Portugal, doch in den Jubel über die Qualifikation mischten sich Aussagen, die den Rücktritt des 71-Jährigen fordern.
"Hallo Portugal, auf Wiedersehen Otto", erklärte Zdravko Mamic, Exekutiv-Mitglied des kroatischen Fußball-Verbandes. Mamic ist keine einsame Stimme, auch einige seiner Kollegen sind mit der Arbeit von Baric, der vor mit Jahren mit Österreich im Playoff für die WM 2002 in der Türkei gescheitert war, nicht zufrieden. "Wir haben derzeit keine Alternative, aber wir werden mit Sicherheit diskutieren, Baric zu verabschieden", erklärte Igor Stamic der Zeitung "Vecernji list".
Verbandspräsident für "Otto Maximal"
Fraglich ist allerdings, ob sich die Exekutiv-Mitglieder gegen den Verbandspräsidenten Vlatko Markovic durchsetzen können, der sich für eine Weiterverpflichtung von "Otto Maximal" über den am 31. Dezember auslaufenden aktuellen Vertrag hinaus aussprach. "Es gibt keinen Zweifel, dass Baric ein großer Experte ist, auch wenn seine Ideen nicht immer ganz verstanden werden. Er ist mit Sicherheit ein Trainer, der seinen Spielern Selbstvertrauen gibt und die Spieler mögen ihn", so Markovic.
Team Optimismus eingeimpft
Baric hat die Nationalmannschaft nach der enttäuschenden WM 2002 übernommen. Nach einem Fehlstart (0:0 zu Hause gegen Estland und 0:2 in Bulgarien) waren schon Rufe nach seiner Ablöse laut geworden, doch das Team schaffte unter Baric die Wende. Der ehemalige ÖFB-Teamchef testete rund 40 Spieler, verjüngte die Mannschaft und impfte ihr Optimismus ein. "Es dauerte einige Zeit, bis wir ein Gerüst von 18 Spielern hatten, auf die wir in Zukunft bauen können. Wir haben jetzt eine Mannschaft, die sich vor niemandem verstecken muss", erklärte Baric.
Dado Prso - Von Baric entdeckt
Eine seiner Entdeckungen sicherte den Kroaten auch die EM-Teilnahme. Dado Prso von AS Monaco, in seiner Heimat bis vor wenigen Wochen nur Insidern bekannt, erzielte beim 1:1 im Heimspiel in Zagreb den Treffer der Kroaten und schoss die Baric-Elf auch in Laibach zum 1:0-Erfolg.
(APA/red)
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