Mittwoch, 19. November 2003

Formel 1: Neuer Ferrari soll Ende Jänner 2004 fertig sein

  • Schumacher rechnet mit einer schwierigen Saison
  • PLUS: Die Jubel-BILDER Schumis bei seinem sechsten Titel!

Der neue Bolide des Formel-1-Teams von Ferrari soll schon Ende Jänner 2004 fertig sein. "Es wird sehr viele Neuerungen geben. Ich bin schon sehr gespannt", kündigte Weltmeister Michael Schumacher gegenüber einer deutschen Tageszeitung an. Die Chancen auf eine neuerliche Titelverteidigung beurteilte der sechsfache Champion vorsichtig. "Ich glaube, es wird nächstes Jahr sehr eng. Wir stehen vor einer schwierigen Saison", meinte "Schumi", der sich derzeit wie in den Vorjahren im Winterurlaub erholt.

An Probleme bei der Konkurrenz BMW-Williams wegen des Wechsels von Juan Pablo Montoya 2005 zu McLaren-Mercedes (Kasten rechts) glaubt der Weltmeister nicht: "Dafür haben alle Beteiligten zu viel Erfahrung." BMW-Williams selbst will sich bei der Suche nach einem Montoya-Nachfolger Zeit lassen. Wer 2005 das Cockpit des WM-Dritten übernimmt, sei derzeit offen, teilte BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen am Dienstagabend in München mit. Momentan wisse noch niemand, wer bei BMW-Williams Montoyas Nachfolger werde, so Theissen: "Wir werden uns ordentlich Zeit lassen."

Montoya fährt 2004 für Williams-BMW
Gleichzeitig trat Theissen Gerüchten entgegen, der Kolumbianer könne BMW-Williams womöglich noch früher verlassen. "Das war nie ein Thema. Entsprechende Spekulationen sind aus der Luft gegriffen", erklärte er. "Laufende Verträge und die Absprachen zwischen Juan Pablo und dem Team" machen Theissen sicher, dass Montoya 2004 für BMW-Williams fährt. Das Team will in der kommenden Saison mit dem Kolumbianer und Ralf Schumacher Erfolge feiern. "Wir setzen für das nächste Jahr voll auf die Fahrerpaarung, die wir haben."

BMW-Motorsportdirektor bleibt gelassen
Dass es womöglich wegen des früh bekannt gewordenen Weggangs zu Schwierigkeiten bei der Zusammenarbeit des Teams mit Montoya kommen könnte, befürchtet Theissen nicht. "Ich gehe davon aus, dass er top-motiviert ist. Er will um den Titel fahren, wir auch." Auch ein eventueller unerwünschter Technologie-Transfer durch den Wechsel eines Top-Angestellten zur Konkurrenz ist für BMW kein problematisches Thema. "Da mache ich mir überhaupt keine Sorgen. Der Fahrer ist über das Fahrverhalten gut informiert, aber nicht im Detail über die Technik, die dahinter steckt", erklärte Theissen.

(apa/red)

19.11.2003 12:48
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