Gewichtheber-WM: Matthias Steiner wurde Siebenter
- Österreicher löste damit Ticket für Olympia 2004

Der Österreicher Matthias Steiner (Bild) hat sich seinen Traum erfüllt: Durch seinen ausgezeichneten siebenten Platz in der Klasse bis 105 kg bei der Gewichtheber-WM sicherte sich der 21-Jährige endgültig das Ticket für die Olympischen Spiele 2004. Mit 402,5 kg im Zweikampf sowie 182,5 kg im Reißen und 220 kg im Stoßen stellte Steiner bei der WM in Vancouver reihenweise österreichische Rekorde auf.
Kriterium für die Olympia-Qualifikation ist ein Platz unter den besten 15 der Weltrangliste nach den Europameisterschaften 2004 in der Ukraine (April). Aus diesem Kreis ist Steiner als aktuelle Nummer acht nun praktisch nicht mehr zu verdrängen.
Steiner, der bei Junioren-Großveranstaltungen bereits neun Bronze-Medaillen (WM 3, EM 6) für Österreich geholt hat, ist im Gewichtheben Österreichs erster Olympiastarter seit 1988, als Franz Langthaler in Seoul in der Klasse bis 100 kg Rang neun belegt hatte.
Der Zweikampf-Titel ging mit 422,5 kg an den für Katar startenden Bulgaren Assad Saif Assad, der unter seinem eigentlichen Namen Angel Popow 1999 Junioren-Weltmeister war und noch immer in Bulgarien lebt. Im letzten Frauen-Bewerb (über 75 kg) setzte sich Chinas Olympiasiegerin Ding Meiyuan mit 300 kg durch. Sie egalisierte damit ihren eigenen Weltrekord und fixierte mit 137,5 kg im im Reißen eine neue Bestmarke. Fünf von sieben Zweikampf-Titeln bzw. 15 von 21 Goldmedaillen (mit Reißen und Stoßen) gingen an China.
(apa/red)
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