Samstag, 22. November 2003

Weitere Bombenattentate: Mindestens 18 Tote!

  • Polizeistationen in Bakuba und in Khan Bani als Ziele des Terrors
  • Attentäter lösten zeitgleich zwei Autobomben aus

Selbstmordattentäter haben bei Anschlägen am Samstag im Irak mindestens 18 Menschen getötet. In der Stadt Khan Bani Saad raste ein Auto nach Angaben des US-Militärs auf die Polizeiwache zu und explodierte, als Beamte das Feuer eröffneten. Im nahe gelegenen Bakuba explodierte eine weitere Autobombe vor der dortigen Polizeiwache.

Die Attentäter sprengten sich Samstag Früh fast zeitgleich in die Luft. Die gewaltigen Explosionen hinterließen Bilder des Schreckens und der Verwüstung. 40 Menschen wurden nach Krankenhausangaben verletzt. Die Explosion riss in der 60 Kilometer nordöstlich von Bagdad gelegenen Hauptstadt der Provinz Diyala einen mehrere Meter tiefen Krater. Das Polizeigebäude wurde zerstört. Wachbeamte vor dem Kommandogebäude hatten zuvor vergeblich auf den Attentäter gefeuert, der bis vor das Gebäude vordrang.

Frachtflugzeug von Rakete getroffen
Ein DHL-Frachtflugzeug ist indessen nach dem Start in Bagdad offenbar vor einer Rakete getroffen worden, wie aus US-Militärkreisen verlautete. Der Airbus A-300 sei vermutlich mit einer Boden-Luft-Rakete des Typs SAM-7 beschossen worden. Die Maschine war mit einer brennenden Tragfläche wieder auf dem Bagdader Flughafen gelandet. Verletzt wurde niemand.

100.000 US-Soldaten bis 2006 im Irak
Die US-Regierung will indessen nach Informationen der "New York Times" bis Anfang 2006 mindestens hunderttausend Soldaten im Irak belassen. Sollte eine noch längere Truppenpräsenz nötig sein, werde die US-Armee "den Schmerz wirklich zu spüren beginnen", zitierte die Zeitung am Samstag einen nicht namentlich genannten US-Militär. Ein weiterer hochrangiger Armeeangehöriger sagte der Zeitung hingegen, es sei derzeit noch zu früh, um die genaue Truppenstärke des Jahres 2006 zu benennen. (apa)

22.11.2003 07:48