Anschläge im Irak: Acht Tote bei Attentaten auf proamerikanische Politiker
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El Kaida bekennt sich zu Anschlag
Im Irak häufen sich die Anschläge auf proamerikanische Politiker: Beim zweiten Selbstmordanschlag dieser Art innerhalb von zwei Tagen riss ein Täter am Donnerstag in der nordirakischen Stadt Kirkuk vier Menschen mit in den Tod. Darunter war ein siebenjähriger Bub, der am Abend seinen Verletzungen erlag. Der Mann, der seinen mit Sprengstoff beladenen Lkw in das Büro der Patriotischen Union Kurdistans (PUK) fuhr, wurde nach Angaben des Kirkuker Polizeichefs Taleb Sadek "in kleine Stücke gerissen".
Der Vorsitzende der PUK, Jalal Talabani, leitet derzeit den irakischen Regierungsrat. Zwei weitere Menschen kamen am Mittwochabend bei der Detonation einer Autobombe vor dem Haus eines sunnitischen Politikers in Ramadi ums Leben. In Basra wurde ein Mitglied des Stadtrats ermordet. Der von den USA unterstützte Bürgermeister der Stadt Falluja, Taha Bedawi, trat am Donnerstag nach US-Angaben zurück. Falluja ist ein Zentrum des Widerstands gegen die US-Besetzung. Ein US-Sprecher sagte, Bedawi habe die Unterstützung von Stammesführern verloren, die ihm nicht mehr zutrauten, Versorgungsengpässe und andere Probleme zu lösen.
In Bagdad eröffneten Bewaffnete vor der jordanischen Botschaft am frühen Morgen das Feuer und erschossen einen irakischen Wachmann, wie die Polizei mitteilte. Augenzeugen berichteten weiter, in der Hauptstadt seien mehrere Bomben sichergestellt worden.
Im Norden des Irak nahmen die Streitkräfte am Mittwoch 161 Verdächtige fest. Unter ihnen befindet sich den Angaben zufolge auch ein Mitglied der extremistischen Gruppe Ansar el Islam, die Verbindungen zur El Kaida haben soll. Zudem seien zahlreiche Waffen konfisziert worden. (apa/red)
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