Bomben-Terror: Die schwersten Anschläge seit 9. 11.
- Die meisten Attentate werden dem Netzwerk El Kaida zugeschrieben
Seit den verheerenden Terroranschlägen vom 11. September 2001 in den USA hat es weltweit wiederholt schwere Attentate mit hunderten Toten gegeben. Im Folgenden eine Auswahl der blutigsten Anschläge in chronologischer Reihenfolge.
11. September 2001: In New York und Washington werden fast 3.000 Menschen getötet, nachdem Attentäter drei Flugzeuge in das World Trade Center und das Pentagon gesteuert haben. Eine vierte entführte Maschine stürzt über Pennsylvania ab.
27. März 2002: Bei einem der verheerendsten Anschläge im Nahost-Konflikt sprengt sich ein Hamas-Selbstmordattentäter in einer Hotelhalle in Netanya in die Luft. 25 Israelis sterben, über 100 werden verletzt. Daraufhin entschließt sich Israel, den palästinensischen Präsidenten Yasser Arafat zu isolieren und belagert ihn monatelang in seinem Amtssitz in Ramallah.
11. April 2002: Auf der tunesischen Ferieninsel Djerba kommen bei einem Anschlag vor einer Synagoge 21 Menschen ums Leben, darunter 14 deutsche Urlauber.
14. Juni 2002: Ein Selbstmordattentäter reißt vor dem US-Konsulat in der pakistanischen Hafenstadt Karachi 14 Menschen mit in den Tod. Die Behörden machen die Organisation Harkat-ul-Mujahedeen verantwortlich, die mit der El Kaida in Verbindung gebracht wird.
12. Oktober 2002: Bei Bombenanschlägen auf Nachtclubs der indonesischen Insel Bali werden 202 Menschen getötet, vor allem ausländische Touristen. Als Drahtzieher gilt die Jemaah Islamiyah, die Kontakt zur El Kaida haben soll.
28. November 2002: Drei Selbstmordattentäter töten in Kenia 13 weitere Menschen in einem Hotel bei Mombasa. Zugleich wird ein israelisches Charterflugzeug nach dem Start in Mombasa mit Raketen beschossen, die ihr Ziel jedoch verfehlen. Verdächtigt wird die El Kaida.
31. Jänner 2003: Bei einem Bombenanschlag auf die Insassen eines Busses in der Nähe der afghanischen Stadt Kandahar kommen achtzehn Menschen ums Leben. Verdächtigt werden Untergrundkämpfer der Taliban oder El Kaida.
12. Mai 2003: Bei Anschlägen auf überwiegend von Ausländern bewohnte Gebäude in der saudiarabischen Hauptstadt Riad kommen 35 Menschen ums Leben, darunter neun Attentäter. Offiziell wird El Kaida verantwortlich gemacht.
16. Mai 2003: Bei einer Anschlagsserie in Marokko werden am 16. Mai mehr als 40 Menschen getötet, darunter zwölf Attentäter, und mehr als 100 verletzt. Einigen Verdächtigen wird Mitgliedschaft in der marokkanischen Extremistenorganisation Salafia Jihadia vorgeworfen, die Verbindungen zur El Kaida haben soll.
5. August 2003: In einem Hotel der indonesischen Hauptstadt Jakarta reißt ein Selbstmordattentäter zwölf Menschen mit in den Tod. Rund 150 Menschen werden verletzt. Hinter dem Anschlag wird erneut die Jemaah Islamiyah vermutet.
19. August 2003: Bei einem Bombenanschlag auf das UNO-Hauptquartier in Bagdad kommen mindestens 23 Menschen ums Leben, darunter der UNO-Sonderbeauftragte für den Irak, Sergio Vieira de Mello. Es ist der schwerste Anschlag auf die UNO in der Geschichte der Weltorganisation. Am gleichen Tag werden bei einem Selbstmordanschlag im Zentrum Jerusalems 24 Menschen getötet und etwa 90 verletzt.
29. August 2003: Vor der Imam-Ali-Moschee in Najaf zerfetzt eine Autobombe den Schiitenführer Mohammed Bakr el Hakim und mehr als 80 weitere Gläubige - Höhepunkt einer Serie von Gewalttaten nach dem Irak-Krieg.
4. Oktober: Eine palästinensische Selbstmordattentäterin sprengt sich in einem Restaurant in der israelischen Hafenstadt Haifa in die Luft und reißt dabei mindestens 19 Menschen mit in den Tod. Mehr als 50 Menschen werden verletzt.
8. November 2003: Bei drei vermutlich von Selbstmordattentätern ausgelösten Explosionen in einer Wohnanlage in Riad werden neben den Angreifern mindestens fünf Menschen getötet, darunter zwei kleine Kinder. Diplomatenkreise sprechen von zehn Toten. Mehr als 80 Bewohner des Wohnviertels werden verletzt.
15. November 2003: Bei der Explosion von zwei Autobomben bei Synagogen in der türkischen Stadt Istanbul werden 20 Menschen getötet und mehr als 200 verletzt.
(APA/red)
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