Donnerstag, 20. November 2003

Blackout-Ursache geklärt: US-Generator war schuld!

  • US-kanadische Arbeitsgruppe legt Untersuchungsbericht vor
  • PLUS: Die Bilder aus Amerika, London, Skandinavien & Italien

Drei Monate nach dem großen Blackout in Nordamerika wurde dessen Ursache geklärt: Eine nicht entdeckte Störung in einem Generator in Ohio habe die Kettenreaktion ausgelöst, durch den Mitte August rund 50 Millionen Nordamerikaner stundenlang im Dunkeln saßen. Insgesamt seien sechs Sicherheitsbestimmungen der Energieaufsicht für Nordamerika verletzt worden.

Die Panne in einem Generator des Unternehmens First Energy im Norden von Ohio habe keinen sofortigen Alarm ausgelöst, hieß es in dem Bericht. Nach rund eineinhalb Stunden seien dann die ersten Hochspannungsleitungen ausgefallen. Die Stromgesellschaft habe erst nach mehr als zwei Stunden die Störungen bemerkt, sei aber untätig geblieben.

Als rund zweieinhalb Stunden nach dem ersten Ausfall eine Hochspannungsleitung ausfiel, die der Stromversorgung zwischen Ost-Ohio und dem Norden des US-Staates dient, sei die weitere Entwicklung völlig außer Kontrolle geraten: Das gesamte Stromnetz der Region sei aus dem Gleichgewicht geraten und habe nach und nach auch die Versorgung der Nachbarstaaten lahmgelegt.

Von dem schlimmsten Stromausfall in der Geschichte Nordamerikas waren Mitte August rund 50 Millionen Menschen betroffen. In New York mussten Hunderttausende auf den Straßen übernachten. Tausende andere saßen in Aufzügen oder U-Bahnen fest. Die Behörden in Kanada und den USA schoben sich bisher gegenseitig die Verantwortung zu. (APA/red)

20.11.2003 07:58