Terror im Ferienort Eilat: Schüsse auf Touristen
- Eine Frau getötet, vier weitere Personen verletzt
- Vorfall an israelisch-jordanischer Grenze; Angreifer erschossen
Nach einem Überfall am Grenzübergang zwischen Israel und Jordanien ist eine Touristin aus Ecuador am Mittwochabend gestorben. Die Frau sei ihren schweren Verletzungen erlegen, berichteten die israelischen Medien. Ein schwer bewaffneter Extremist hatte am Mittwochmorgen eine Gruppe Reisender aus Ecuador angegriffen und fünf von ihnen zum Teil schwer verletzt. Der Angreifer wurde am Übergang bei Eilat von israelischen Grenzpolizisten erschossen.
Die Frau hatte nach einem Kopfschuss stundenlang in Lebensgefahr und war zuvor bereits von einem israelischen Behördensprecher als tot gemeldet worden. Neben der Südamerikanerin, deren genaue Herkunft noch unklar war, wurden vier weitere Urlauber verletzt.
Jordanische Regierung entsetzt
Die jordanische Regierung verurteilte den Angriff als die Tat eines Einzelnen. Der palästinensische Ministerpräsident Ahmed Korei führte indes Verhandlungen mit militanten Palästinensergruppen über eine Waffenruhe.
Der Zwischenfall ereignete sich auf israelischer Seite am Grenzübergang Rabin in der Nähe der an der Südspitze des Landes gelegenen Stadt Eilat am Roten Meer. Der Schütze eröffnete aus einem Lastwagen das Feuer. Es handelte sich um einen Jordanier aus der überwiegend von Palästinensern bewohnten Stadt Sarka. Nach vorläufigen Informationen stecke keine Organisation hinter dem Verbrechen, sagte Kabinettsminister Asma Khader. Bei den verletzten Touristen handle es sich um Ecuadorianer.
Zwischenfälle an der Grenze selten
Eilat ist ein beliebter Ferienort am Roten Meer in der Nähe des jordanischen Seebads Akaba. Jordanien und Israel unterhalten seit 1994 diplomatische Beziehungen. Angriffe im Grenzgebiet von Jordanien und Südisrael kamen während des seit nunmehr drei Jahren andauernden Konflikts zwischen Israelis und Palästinensern äußerst selten vor. Der letzte größere Zwischenfall im Grenzgebiet ereignete sich im Jahr 1997, als ein jordanischer Soldat in der Nähe des nordisraelischen Beit Shean sieben israelische Schulkinder erschoss. (APA/red)
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