Kurzer Prozess: Geiselnahme in Istanbul beendet
- 20 Kurden forderten Freilassung Öcalans - alle verhaftet
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Kurzzeitiger Terror-Alarm in Istanbul! Eine kurdische Gruppe hatte im Istanbuler Hauptgerichtsgebäude mehrere Personen als Geiseln genommen. Ihr Ziel: Sie forderten die Freilassung des inhaftierten PKK-Führers Abdullah Öcalan. Lang dauerte der ganze Spuk nicht, nach wenigen Minuten und einem unblutigen Sturm des Gebäudes durch die Polizei wurden alle Rebellen verhaftet.
Die Einsatzkräfte zündeten bei der Befreiung mehrere Tränengaskanister, berichtete der türkische Innenminister Abdülkadir Aksu. Die Eindringlinge brachten den Medienberichten zufolge einen Richter und sieben bis acht Anwälte oder andere Personen in ihre Gewalt. Aus dem dritten Stock des Gebäudes hängten sie ein Transparent mit der Forderung nach einer "demokratischen Lösung des Kurdenproblems" und nach einer Schließung des Gefängnisses auf Imrali.
Auf der Gefängnisinsel Imrali vor Istanbul ist Öcalan, der 1999 verhaftete Anführer der inzwischen umbenannten Kurdischen Arbeiterpartei (PKK), der einzige Insasse. Öcalan wird für den 15 Jahre währenden, seit 1999 im Wesentlichen beendeten Guerilla-Krieg der PKK in der Südosttürkei verantwortlich gemacht, bei dem mehr als 30.000 Menschen ums Leben kamen. Im Oktober beschwerte sich Öcalan, dass ihm Begegnungen mit seinen Anwälten oder Familienmitgliedern verweigert würden. (APA/red)
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