Freitag, 21. November 2003

Pragmatisierung: GÖD-Chef Neugebauer pocht auf Kündigungsschutz

  • "Liegt sicher im Wesen unseres Rechtsstaates"
  • FP-Haubner will Pragmatisierungen stoppen

Der Vorsitzende der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst, Fritz Neugebauer, wendet sich entschieden gegen das, zuletzt von Nationalratspräsident Khol angekündigte, Ende der Pragmatisierung. Im "Neuen Volksblatt" sagt Neugebauer, ein "besonderer, funktionsbezogener Kündigungsschutz" liege "sicherlich im Wesen unseres Rechtsstaates.

Ich gehe nicht davon aus, dass man darauf verzichtet", so Neugebauer. Khol hatte in der "Tiroler Tageszeitung" erklärt, "es ist ein neues Dienstrecht in Ausarbeitung, wo die Pragmatisierung beendet wird, wo man eine neue Lebensverdienstsumme machen will. Da wird es sicher keine Biennien mehr geben."

FPÖ-Staatssekretärin Haubner wiederum betonte in den "Oberösterreichischen Nachrichten", dass das Stoppen von Pragmatisierungen freiheitliche Linie bleibe. "Ich halte immer noch daran fest, Pragmatisierungen zurückzufahren. Das ist freiheitliche Linie, die auch nach wie vor in unseren Ressorts gilt. Dort wird nicht pragmatisiert".

Zu Berichten, wonach sich der Bund offensiv an seine Mitarbeiter wende und ihnen Pragmatisierungen anbiete, sagte Haubner, "wir müssen das auch in einer der nächsten Besprechungen klarstellen. Das Signal nach außen war nicht sehr gut. Es war die Regierung Schüssel I, die sich dezidiert dazu verpflichtet hat, nicht mehr zu pragmatisieren, diesen Weg sollte man auch weitergehen".

(apa)

21.11.2003 09:44