Hörbiger zum Hofburg-Duell in NEWS: "Ich trete nicht an"
- "Es ärgert mich, wenn man versucht, mich in ein parteipolitisches Eck zu drängen"
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Das Duell um die Hofburg; wird gar eine Frau in die Hofburg einziehen. Kürzlich wurde sogar Grande Dame Christiane Hörbiger ins Spiel gebracht! In neuen NEWS legt die Hörbiger erstmals ausführlich dar, warum sie nicht für das Amt zur Verfügung stehen wird. Das Interview wurde aber auch ein Gespräch über ihr Leben nach Julia, neue Filmprojekte und die Erotik im Alter. Lesen Sie die Bekenntnisse der Primadiva, die wahrlich nie Bundespräsidentin werden will.
NEWS: Frau Kammerschauspielerin
Hörbiger: Das bin ich nicht.
NEWS: Noch nicht aber der Berufstitel Kammerschauspielerin steht unmittelbar bevor. Der Ernennungsakt liegt, heißt es, schon am Tisch des Bundespräsidenten zur Unterschrift.
Hörbiger: Wenn es stimmt, was Sie sagen, finde ich es höchst ehrenvoll, dass meine Arbeit so hohe Anerkennung findet.
NEWS: Man nennt Sie die Hörbiger ist das nicht schon die höchste aller Auszeichnungen?
Hörbiger: Sie beglückt mich. Als Schauspielerin empfinde ich das als höchste aller Ehrungen.
NEWS: Sie haben Mörderinnen, Richterinnen und Volksanwältinnen und zahllose andere Rollen gespielt. Könnten Sie sich auch als Bundespräsidentin vorstellen?
Hörbiger: Ja, doch! Tatsächlich gab es vor vier oder fünf Jahren ein Gespräch mit einigen Herren der ARD, in dem das Thema gestreift wurde, ob eine Frau, die als Richterin Karriere gemacht hat, auch am Ballhausplatz als Bundespräsidentin gute Arbeit leisten könnte. Die Rolle hätte mich sogar sehr gereizt. Später wurde der Plan wieder fallen gelassen.
NEWS: Sie sprechen von der Rolle der Bundespräsidentin, die Presse hat Sie aber als echte Hofburg-Kandidatin geoutet.
Hörbiger: Das hat mich überrascht und erschreckt. Ich habe das am 12. November von meinem Produzenten erfahren, und ich habe spontan an einen Faschingsscherz gedacht. Nur war der Faschingsbeginn der 11. 11. und die Presse-Meldung einen Tag später. Nun meine ich, dass sich Schauspieler über Zeitungsenten nicht so wahnsinnig aufpudeln sollten, zumal morgen schon wieder eine andere Sau durchs Dorf gejagt wird. Aber die parteipolitische Zuordnung
NEWS:
zur ÖVP
Hörbiger:
hat mich dann doch sehr betroffen gemacht. Ich bin eine vollkommen frei schaffende Schauspielerin, die keiner Partei nahe steht, die von keiner staatlichen Institution unterstützt wird und die weder zum ORF noch zu einem sonstigen Staatstheater in Abhängigkeit steht. Ich bin stolz darauf, in einem Land leben zu können, in dem ich mir als Demokratin das Recht herausnehmen kann, sowohl den Dr. Pröll als auch den Dr. Häupl als gute Politiker zu bezeichnen. Auch der Dr. Kreisky wurde von mir sehr geschätzt. Umso mehr habe ich mich dann darüber geärgert, dass ich medial in eine parteipolitische Ecke gestellt werde. Ich habe daher überlegt, ob ich nicht eine Gegendarstellung einbringen soll. Dann aber habe ich das unterlassen: Solche Zeitungsmeldungen sind doch nicht so wichtig, dass ich meine Zeit für sie opfern sollte.
Das komplette Interview lesen Sie im neuen NEWS
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