Wer wird Israel-Botschafter? Minister Shalom hält sich bedeckt
- Außenminister besucht Wien: "Name wird in kurzer Zeit bekannt gegeben". Im Gespräch mit Ferrero lobte er "neuen Impetus" der Beziehungen
Der israelische Außenminister Shalom hat am Mittwoch den "neuen Impetus" in den Beziehungen zwischen beiden Ländern gelobt, den mit Spannung erwarteten Namen des künftigen Botschafters in Wien aber noch nicht bekannt gegeben. Der israelische Außenminister hält sich zu einem eintägigen Arbeitsbesuch in Wien auf.
Der Name des Botschafters werde in "sehr kurzer Zeit" bekannt gegeben. "Das ist lediglich einen technische Frage und hat nichts mit der Substanz der Beziehungen zu tun, sagte Shalom in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Außenministerin Ferrero-Waldner.
Die Außenministerin kündigte an, dass sie gemeinsam mit Shalom die Schirmherrschaft über die Feierlichkeiten zum 100. Todestag Theodor Herzls im kommenden Jahr übernehmen werde. Sie habe mit Shalom eine Reihe von Initiativen im kulturellen und wirtschaftlichen Bereich besprochen, um die Beziehungen weiter auszubauen. Der israelische Außenminister habe sich in seinen jüngsten Gesprächen in Brüssel um eine "strategische Partnerschaft" mit der EU bemüht. Dies sei ein "mutiger und guter Ansatz", Österreich wolle dazu beitragen.
Die Anschläge gegen Israelis und Juden seien keineswegs "isolierte Ereignisse" sondern Teil des weltweiten Terrorismus, betonte Shalom. "Wenn Juden nicht ohne Angst in die Synagoge gehen können, sind wir alle in Gefahr." Es sei eine "historische Verpflichtung", den Antisemitismus zu bekämpfen. Außenministerin Ferrero-Waldner bekräftigte die Forderung nach einer Zwei-Staaten-Lösung, die es Israelis und Palästinensern ermögliche, in Frieden nebeneinander zu leben. "Das Existenzrecht Israels muss anerkannt werden."
Zu den Fragen des israelischen Grenzzauns und zu den jüdischen Siedlungen gab sich Ferrero-Waldner bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit Shalom diplomatisch: "We agree to disagree ("Wir stimmen überein, unterschiedlicher Meinung zu sein"). Das muss in der Politik möglich sein." (APA/red)
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