Wiener Bim: Bald rote Garnituren in Ungarn unterwegs
- Miskolc kaufte Second Hand-Straßenbahnen zum Alteisenpreis

Wiener Touristen werden sich in der ungarischen Kleinstadt Miskolc bald ein bisschen heimischer fühlen: Demnächst sollen dort alte Wiener "Bims" ihren Dienst verrichten. Sie wurden der Stadt Wien zum Alteisen-Preis abgekauft, alle Bürger sind jedoch nicht glücklich mit dem Deal.
Denn die Sicherheit der Schienenfahrzeuge aus Wien wird von Lenkern als "unzureichend" bezeichnet - berichtet die Montagausgabe der ungarischen Zeitung "Mai lap". Es könnte zu "Tragödien" kommen, da der hintere Teil der Straßenbahnzüge auf ihrer Fahrt durch die schmalen Straßen der Stadt "übermäßig ausschwenkt", was die Kollisionsgefahr mit andern Fahrzeugen beinhalte. Peter Barsonyi, Leiter der Miskolcer Verkehrsbetriebe (MVK RT), dementierte das übermäßige Ausschwenken, gestand jedoch zugleich ein, dass einige der Wiener Garnituren jüngst in spitzen Kurven entgleist wären.
Dieser Misere jedoch könnten die Straßenbahnlenker "Herr werden", indem sie die scharfen Kurven langsamer passieren, so Barsonyi. Die Chefetage der MVK RT freut sich also weiterhin über das "gute Geschäft". Die zum Alteisen-Preis erstandenen Wiener Straßenbahnen würden sich in einem "guten technischen Zustand" befinden und seien eine "optimale Lösung" für die Stadt. (APA/red)
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