"Da ist nichts dran": T-Online dementiert AOL-Kauf
- Telekom-Chef Ricke: Kolportierter Preis "lächerlich niedrig"
- Kaufpreis: Summe von mehr als eine Mrd. Dollar im Gespräch
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Der größte europäische Internetanbieter T-Online führt nach eigenen Angaben keine Verhandlungen zur Übernahme des US-Konkurrenten AOL. Ein Sprecher des Unternehmens in Weiterstadt bei Darmstadt dementierte einen entsprechenden Bericht der "Süddeutschen Zeitung". Es habe keine Gespräche gegeben, sagte der Sprecher. Ein Kauf von AOL wäre "wirtschaftlicher Unsinn". Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke wies im Nachrichtensender n-tv den Bericht ebenfalls zurück: "Da ist nichts dran."
Die "Süddeutsche Zeitung" hatte unter Berufung auf Informationen "aus dem Umfeld von T-Online" berichtet, es habe bereits ein Treffen von T-Online-Chef Thomas Holtrop mit Time-Warner-Chef Richard Parsons gegeben, um über die Time-Warner-Tochter AOL zu verhandeln. AOL und Time Warner waren im Jänner 2001 fusioniert. Der Zeitung zufolge sieht ein Modell die Übernahme von 70 Prozent an AOL durch T-Online vor, 30 Prozent sollten bei Time Warner bleiben. Als Kaufpreis sei eine Summe von mehr als einer Milliarde Dollar (859 Mio Euro) genannt worden.
Der T-Online-Sprecher betonte, ein solcher Preis sei "lächerlich niedrig". Das Unternehmen rechne jedoch in den kommenden Wochen mit weiteren Spekulationen, da es vier Mrd. Euro auf der hohen Kante habe. T-Online-Chef Holtrop hatte bei der Bilanzpressekonferenz in dieser Woche angekündigt, das Geld solle in den kommenden Monaten für Einkäufe genutzt werden. (apa/red)
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