Mittwoch, 12. November 2003

Traditionell und klassisch: Christkinds Rückkehr

  • Früh wie nie beginnt heuer die Vorweihnachtszeit.

Es weihnachtet schon … Nächste Woche öffnen die ersten Adventmärkte – die sich heuer auf „alte Werte“ besinnen. Santa Claus ist out – das Christkind feiert Wiederkehr.

Lebkuchenduft allerorts – es ist wieder so weit: Ab nächster Woche klingen die Glöckchen, die Punschstände rufen zu beschaulich-fröhlichen Zusammenkünften, strahlende Kinderaugen bewundern geschnitzte Krippen, Weihnachtschöre und Turmbläser erschallen in den Straßen.

Die schönste Zeit im Jahr hat – so früh wie schon lange nicht – begonnen: das Warten auf das Christkind. Am 15. November öffnet der traditionelle Wiener Christkindlmarkt auf dem Rathausplatz, fünf Tage später beginnen die Salzburger „Advent-Festspiele“, spätestens am 28. November, am ersten Adventwochenende, ziehen die letzten Orte nach.

Neues Traditionsbewusstsein. Alle Jahre wieder? Nicht ganz. Denn einiges ist neu an der heurigen Vorweihnachtszeit. Überall ist eine verstärkte Orientierung an alten und traditionellen Werten und Bräuchen zu registrieren. Besonders rührig: die Vereinigung „Advent Austria“, zu der sich vier Orte – Mariazell in der Steiermark, Velden am Wörthersee, St. Wolfgang im Salzkammergut und Seefeld in Tirol – zusammengefunden haben, um traditionelle Adventmärkte abseits von Kitsch und Kommerz zu bieten. Motto: Bratapfel statt Rentier, Christkind statt Weihnachtsmann.

„Es sind ja keine Weihnachtsmärkte, denn sie finden im Advent, nicht an den Weihnachtsfeiertagen statt“, bemüht sich Nikolaus Hulatsch, Organisator des Mariazeller Advents, um semantische Genauigkeit. Kunst statt Kommerz, alte Rezepte statt Fertigmischungen sind die Grundidee, um den Österreichern das lange Warten zu versüßen. Der 25-Jährige darf mit seinem Konzept der niveauvollen Adventmärkte bereits auf beachtliche Erfolge zurückblicken. Was in Mariazell als neue, alte Idee begann, hat sich mittlerweile auf drei weitere österreichische Tourismusorte ausgeweitet, die vom „Advent-Direktor“ und seinem Team als geeignet empfunden wurden, die vorweihnachtliche Inszenierung als Adventdorf umsetzen zu können. Trotz ausgeprägter Individualität und regionaler Unterschiede sind sie für die nächsten Wochen vor allem durch Folgendes vereint:

  • Ein Reigen vorweihnachtlicher Attraktionen schmückt das gesamte Ortsbild – von durchgehender Beleuchtung bis zu Eisskulpturen.
  • Ein vielseitiges Kulturprogramm wird geboten: Folkloristisches von Chören und Bläsergruppen sowie Konzerte prominenter Künstler sind das Rahmenprogramm rund um das festliche Treiben auf den Straßen.
  • Für Kinder gibt es ein phantasievolles Programm, das von der Adventbastelstube bis hin zu Fackelwanderungen und Märchentheater reicht. Natürlich kommt auch der Nikolaus zur rechten Zeit.
  • Für kulinarisch Lernwillige gibt es Führungen wie z. B. in der Mariazeller Lebzelterei.

    Stimmungsvolles Ambiente. Auf das Gesamtkunstwerk kam es Nikolaus Hulatsch bei der Gestaltung seiner Advent-orte vor allem an. „Bei der Dekoration sind wir vom Weihnachtsbaum abgekommen – aus schon genanntem Grund. Dafür zieren Mariazell ein gigantischer Adventkranz und ein sechs Tonnen schweres Lebkuchenhaus. Eine weitere Attraktion: die lebende Krippe. In der Veldener Bucht schwimmt der Adventkranz – 25 m Durchmesser mit 100.000 Lichtern –, im Wolfgangsee eine Riesenlaterne zwischen den sich im See spiegelnden Sternen.“

    Die ganze Geschichte lesen Sie im neuen NEWS
    PLUS: Christkind statt Santa
    PLUS: Die schönsten Adventmärkte
    PLUS: So feiern Promis Weihnachten
    PLUS: Advent-Extra-Heft mit den schönsten Orten in der Adventzeit
    PLUS: CD mit den schönsten Advent-Liedern

    12.11.2003 15:59