"Road Pricing": Lkw-Mautstart zum Jahreswechsel?
- "Inbetriebnahme-VO": Gorbach könnte heute unterzeichnen
- Einnahmen werden auf jährlich rund 600 Mio. Euro geschätzt
Nach jahrelangen Querelen ist der Start des Road Pricings für Lkw mit Jahreswechsel praktisch fix, berichtet die "Presse". Der vierwöchige Testbetrieb mit 600 Lkw sei sehr erfolgreich verlaufen, das System arbeite ohne gröbere Probleme, die Erfassungsquote der Lkw habe im Probebetrieb 97 Prozent betragen, zitiert die Tageszeitung "gut informierte Kreise".
Zuletzt habe noch ein externer Experte an einem Gutachten gearbeitet, schon heute könnte Infrastrukturminister Gorbach die "Inbetriebnahme-Verordnung" unterzeichnen. Mit dieser Unterschrift würde die Maut-Verordnung mit Jahreswechsel in Kraft gesetzt und gleichzeitig die Maut-Vignette für Lkw abgeschafft. Am 28. November soll das gesamte System der Öffentlichkeit präsentiert werden.
Es schaue "sehr gut aus", dass der 1. Jänner 2004 als Starttermin halte, zitiert das Blatt Europpass-Geschäftsführer Peter Newole. Bestätigungen für den exakten Zeitplan gebe es allerdings weder bei der Betreibergesellschaft Europpass noch im Ministerium, so die "Presse".
Lkw bezahlen ab nächstem Jahr je nach Achszahl 13 bis 27,3 Cent pro Autobahn- oder Schnellstraßen-Kilometer. Die Einnahmen werden auf jährlich rund 600 Mio. Euro geschätzt, davon bekommt Europpass rund 70 Mio. Euro. Mit den Mauten soll die Erhaltung und der weitere Ausbau des hochrangigen Straßennetzes finanziert werden und die Autobahnen- und Schnellstraßen-Finanzierungs AG (Asfinag) langfristig entschuldet werden. Der aktuelle Schuldenstand beträgt 7,9 Mrd. Euro. (APA)
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