voestalpine-Verkauf: SP-OÖ will 15% Landesanteil
- Zusammen mit Mitarbeiterstiftung soll Sperrminorität aufgebaut werden
- Rekordergebnis bei Voest: Selbst Analysten waren überrascht
·Voestalpine
+62%: Historisches Rekordergebnis
Der oberösterreichische SP-Chef Haider nimmt laut einem Zeitungsbericht einen neuerlichen Anlauf zu einer "Verländerung" der voestalpine. Der designierte voestalpine-Chef Eder, der zum Jahreswechsel von Struzl de facto den Vorstandsvorsitz übernehmen wird, hat bei der Halbjahrespressekonferenz am Donnerstag vor neuerlichen politischen Einflüssen bei der voestalpine gewarnt.
"Wir sind kein Selbstbedienungsladen. Auch die Politik wird die Unabhängigkeit des Konzerns anerkennen müssen", hatte Eder gewarnt, ohne jedoch Details zu nennen.
Laut dem einem Bericht der Tageszeitung "Der Standard" will SP-Haider über die Technologie- und Marketinggesellschaft des Landes 15 Prozent der voestalpine-Aktien erwerben und daraus ein "endgültiges Beteiligungsmodell" basteln. Mit Hilfe des 10,3-prozentigen Anteils der Mitarbeiterstiftung, deren Rechte vom Betriebsrat ausgeübt werden, hätte Oberösterreich dann eine Sperrminorität von mehr als 25 Prozent.
Böhler-Uddeholm-Chef Claus Raidl, der die Bundesregierung in Wirtschaftsfragen berät, hatte vor rund einem Monat Wünsche aus steirischen politischen Kreisen nach einer Verländerung bei Böhler- Uddeholm als "furchtbar" kritisiert und das Stiftungsmodell für die Mitarbeiterbeteiligung bei der voestalpine mit einer "Jugoslawisierung der Wirtschaft" verglichen, da dabei die Stimmrechte der Belegschaft von Funktionären ausgeübt würden.
Bei Böhler-Uddeholm läuft seit Mitte der Woche (für Privatanleger seit gestern Freitag) die bis 20. November anberaumte Zeichnungsfrist für den restlichen 25-Prozent-Anteil der ÖIAG, mit der 2,750.000 Stück auf Inhaber lautende Stammaktien angeboten werden. (APA/Red.)
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