Freitag, 14. November 2003

Ungemach für Aero Lloyd: AUA stellt Konkursantrag!

  • Lauda: "In Konkurs geschickt, bevor man begonnen hat"
  • AUA hat offene Forderungen von 350.000 Euro an Ex-Partner

Die AUA hat gegen die von Niki Lauda mehrheitlich übernommene Aero Lloyd Austria am 5. November einen Konkursantrag am Gericht in Korneuburg eingebracht, berichtet der "Kurier". Es geht um eine offene Forderung für Wartungsarbeiten im Ausmaß von rund 350.000 Euro. Die insolvente deutsche Aero Lloyd ließ ihre Flugzeuge bei der AUA warten.

"Die offene Rechnung betrifft eindeutig die deutsche Aero Lloyd und hat mit der österreichischen nichts zu tun", kontert Lauda im "Kurier". "Da wird man in den Konkurs geschickt, noch bevor man überhaupt begonnen hat". Lauda hat seinen Einstieg bei der Österreich-Tochter der deutschen Aero Lloyd am 5. November offiziell bekannt gegeben.

Beim Insolvenzwalter der deutschen Mutter, der Frankfurter Anwaltskanzlei Walter&Walter sei man "aus allen Wolken gefallen", heißt es in dem Zeitungsbericht weiter. Man werde den Konkursantrag genau prüfen, gehe jetzt schon davon aus, "dass es sich um Rechnungen gegen die deutsche Mutter handelt. Daher halten wir den Konkursantrag für unberechtigt", so Anwältin Ulrike Huge-Peters.

Die AUA begründet den Konkursantrag mit der "kaufmännischen Sorgfaltspflicht", das Ganze habe nichts mit der Person Niki Lauda zu tun, so AUA-Sprecher Hans Jurceka zur APA. Die offenen Forderungen beträfen die Aero Lloyd Austria.

Niki Lauda will laut "Kurier" nicht daran glauben, dass der Konkursantrag zufällig dann gestellt wurde, nachdem wenige Tage vorher sein Einstieg bei der Aero Lloyd Austria bekannt geworden war. "Das ist ein klarer Affront gegen die österreichische Aero Lloyd. Ich habe mich gegenüber der AUA völlig friedlich verhalten, aber das ist mir eine Lehre." Er wisse jetzt "wie die AUA mit mir umgeht. Wenn ich künftig auch nicht zimperlich bin, braucht sich keiner zu wundern". (APA)

14.11.2003 20:31