AUA-Einigung: Leitl lobt jetzt die Sozialpartnerschaft
- Kompromiss: Lauda Air-Kollektivvertrag für alle neuen Piloten
- Streik ist damit abgewendet, bei AUA wieder Normalbetrieb
·Wirtschafts-Wirbel: Streit um AUA & ÖBB
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·AUA-CHRONIK
Die wichtigsten Infos zum Konflikt
Doch kein AUA-Streik! Der Nervenkrieg: 31 Stunden Verhandlung, Abbruch, Montag um 7 Uhr Früh Kurz-Streik, weiter Verhandlung mit ÖGB-Boss und Wirtschaftskammerboss. Am Nachmittag dann die gemeinsame Einigung aufs AUA-Sparpaket! Die wichtigsten Punkte: Lauda Air-Kollektivvertrag für alle neu eintretenden Piloten, Flugbetrieb von Austrian (AUA) und Lauda Air werden zusammen geführt. Lauda Air bleibt als Marke erhalten. WK-Präsident Christoph Leitl hatte nach der Einigung für die Sozialpartner naturgemäß nur Lob übrig. Leise Kritik gab's dafür an Schwarz-Blau.
"Wir verstehen uns als Manager des Wandels". Die Sozialpartner "finden die Lösung. Alle Länder, die auf Sozialpartnerschaft gesetzt haben, sind gut gefahren. Viel besser wie andere Länder, die auf Konfliktmodelle setzen". Es sei auch "kein Wunder, dass die EU in die Verfassung die Sozialpartnerschaft aufnimmt. Was wir in Österreich erfunden haben, übernimmt Europa. Eine bessere Anerkennung kann es gar nicht geben", freut sich Leitl nach dem jüngsten "Durchbruch im AUA-Konflikt.
Auf die Frage, ob schwarz-blau zu sehr auf Konflikt gesetzt habe, meinte Leitl, "das war in der Anfangsphase. In der Zwischenzeit ist das anders". So besinne man sich bei der Harmonisierung der Pensionssysteme oder dem Gesundheitsbereich auf die "gute österreichische Tradition".
Sörensen über Einigung erfreut
AUA-Vorstandsvorsitzender Vagn Sörensen: Das Sparpaket umfasse eine Kostensenkung, eine Strukturbereinigung eine Flottenzusammenführung, Neuregelungen bei Arbeits- und Ruhezeiten sowie Pensionsregelungen. Mit dem Sparpaket sei die "Expansionsmöglichkeit für alle drei Flugbetriebe (AUA, Lauda Air, Austrian Arrows) gegeben und Arbeitsplätze abgesichert", sagte der sichtlich erleichterte Sörensen, nach dem Verhandlungsmarathon.
Die Details zum Sparpaket bis 31. März 2004
Der Kompromiss soll bis 31. März 2004 ausformuliert werden. Das Volumen des jetzt vereinbarten Pakets soll erst in den nächsten Tagen beziffert werden. Der Schaden der bisherigen AUA-Streiks habe sich auf 4,5 Mio. Euro belaufen.
Kein Schadenersatz, keine Kündigungen
Laut den Vereinbarungen wird der Vorstand keine Schadensersatzforderungen stellen. Vom Tisch sind auch die Entlassungsdrohungen. AUA-Bordbetriebsratschef Rudolf Novak war sichtlich erleichtert.
Montag-Streik: 5 Früh-Flüge ausgefallen
Der "Minutenstreik" führte dazu, dass Montag Früh fünf Flüge (Prag, Bologna, Amsterdam, Rom und Bukarest) gestrichen wurden. Die Passagiere wurden auf die nächsten Flüge umgebucht, teilte die AUA mit. Neun aus dem Ausland angemietet Flieger seien im Einsatz. (APA/red)

