Donnerstag, 13. November 2003

Alitalia: Streik gegen Jobabbau von Gewerkschaft beschlossen

  • Regierung hat Erlass zur Airline-Privatisierung verabschiedet

Die italienischen Gewerkschaften haben am Freitag einen Streik gegen die vom Aufsichtsrat der Fluggesellschaft Alitalia geplante Kürzung von 1.500 Stellen und die Auslagerung von weiteren 1.200 Arbeitsplätzen angekündigt. Gestreikt wird am 28. November von 12 bis 16 Uhr, geht aus einer Mitteilung der Gewerkschaften hervor.

Die Arbeitnehmer protestieren somit gegen den Alitalia-Sanierungsplan, der als "ineffizient und sinnlos" bezeichnet wurde. "Das Personal kann nicht allein für den Krisenzustand bei Alitalia zahlen. Wir haben halten uns für einen Streik im italienischen Flugbereich bereit", betonte der Chef des Gewerkschaftsverbands UGL, Roberto Panella.

Der Alitalia-Geschäftsführer, Francesco Mengozzi, warnte die Gewerkschaften, die Streikaktion würde nur noch die finanzielle Lage der angeschlagenen Airline belasten. In den ersten drei Quartalen meldete das Unternehmen Verluste von 365 Mio. Euro nach 93 Mio. Euro Fehlbetrag im Vorjahreszeitraum. Im dritten Quartal betrugen die Verluste der Fluggesellschaft 47 Mio. Euro.

Die Regierung in Rom hatte am 13. November einem Erlass zugestimmt, der die Privatisierung der Alitalia ermöglichen soll. Mit dem Dekret kann der italienische Staat, der 62 Prozent an der Fluggesellschaft hält, nun seine Beteiligung auf unter 51 Prozent reduzieren, hieß es in Rom. Die Privatisierung ist der entscheidende Schritt für Alitalias Beitritt in die neue Luftfahrtallianz mit der Air France und der niederländischen KLM.
(apa, red)

13.11.2003 16:10