Zehntausende Globalisierungskritiker in Paris
- Europäisches Sozialforum berät über Alternativen zum Neoliberalismus
- Attac grenzt sich von Parteien ab
Mehrere zehntausend Globalisierungskritiker sind am Mittwoch in Paris zum zweiten Europäischen Sozialforum zusammengekommen. Vier Tage lang wollen sie nach Angaben von Attac über "Alternativen zum neoliberalen Europa", aber auch über Themen wie die EU-Erweiterung und den Irak beraten, darunter auch rund 300 Österreicher.
Unter anderen ist auch die "Kommunistische Partei Österreichs" (KPÖ) anwesend. Aus Österreich beteiligen sich laut Programmschrift auch Vertreter des Sozialforums, von Studentenvereinigungen wie der Österreichischen Hochschülerschaft (ÖH), von ATTAC-Austria, sowie der Vereinigungen FRAUENhetz und Revo Austria.
Die Großveranstaltung mit 250 Seminaren, hunderten Workshops und 55 Plenarkonferenzen sollte am Mittwochabend in vier Foren in Paris und seinen Vorstädten beginnen. Abschluss und Höhepunkt soll eine Großkundgebung am Samstag unter dem Motto "Für ein Europa der Rechte in einer Welt ohne Krieg" sein.
Ein wichtiges Thema in Paris dürfte auch das Verhältnis der Bewegung zu den politischen Parteien sein. Bove sagte zu den Avancen vor allem der französischen Sozialisten: "Je mehr sich uns anschließen und sagen, dass sie die gleichen Ziele haben, desto besser."
Keine Partei
Der Vorsitzende von Attac Frankreich, Jacques Nikonoff, erklärte, sein Verband mache eine Politik jenseits der Tagespolitik, strebe keine Mandate und Ämter an und wolle sich nicht an Wahlen beteiligen.
(apa, red)
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