Dienstag, 11. November 2003

Österreichs Gütezeichen: EU-Attacke zurück gewiesen

  • Mahnschreiben an Republik Österreich wegen Gütezeichen "geht ins Leere"
  • ÖQA ist privatrechtlicher Verein

Unbeeindruckt von einem Mahnschreiben der EU, wonach die Vergabe des Austria-Gütezeichens ein "Handelshemmnis" für Produkte aus EU-Partnerländern sein soll, zeigt sich die Österreichische Arbeitsgemeinschaft zur Förderung von Qualität (ÖQA). Sie stellt den EU-Brief an die Republik insofern richtig, als die Arbeitsgemeinschaft keine öffentlichen Mittel erhalte und daher auch kein direkter Einfluss des Bundes bestehe.

"Wir als privatrechtlicher Verein", so ÖQA-Geschäftsführer Viktor Seitschek, "wollen mit dem Gütezeichen einen Ansporn zu höherer Qualität erreichen". Damit gehe die EU-Kritik ins Leere.

Die ÖQA hat bisher rund 500 Unternehmen sowie etwa 1.000 Produkte und Dienstleistungen mit dem von Unternehmen begehrten Qualitätshinweis ausgezeichnet.

Zur weiteren Vorgangsweise erklärte Seitschek, die ÖQA sei mit dem Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft in Kontakt. Er erwarte, dass das Ministerium als offizieller Ansprechpartner für Brüssel das Mahnschreiben beantworten und den Inhalt richtig stellen werde.

Für die ÖQA gehe die Arbeit weiter und österreichische Unternehmen würden wie bisher das begehrte Gütezeichen erhalten. Die Unternehmen sehen das Qualitätszeichen als bewährte Unterstützung zur Förderung des Absatzes ihrer Produkte und Dienstleistungen.
(apa, red)

11.11.2003 11:58