Dienstag, 11. November 2003

Böhler-Uddeholm: Bis September mit Umsatz- und Ergebnisplus

  • Ertragslage belastet: Hohen Energiekosten, höhere Schrottpreise
  • Für Gesamtjahr weiter leichtes Umsatzplus erwartet

Der Edelstahlkonzern Böhler-Uddeholm steht vor der vollständigen Privatisierung. Da kommen die 3/4-Jahres-Ergebnisse gerade recht: In den ersten drei Quartalen hat der Konzern trotz anhaltender Flaute in den wichtigsten Abnehmerindustrien Umsatz und Gewinn gesteigert.

Bei einem vierprozentigen Umsatzplus von 1,085 auf 1,128 Mrd. Euro stieg das Betriebsergebnis (Ebit) gegenüber der gleichen Vorjahresperiode um 7 Prozent von 72,5 auf 77,4 Mio. Euro.

Der Gewinn vor Steuern (EGT) lag nach den ersten neun Monaten mit 58,6 Mio. Euro um 18 Prozent über dem Vorjahreswert von 49,5 Mio. Euro. Der Periodenüberschuss nach Minderheiten wurde mit 37,2 (31,3) Mio. Euro beziffert, ein Plus von 19 Prozent.

Der Auftragseingang erreichte 811,6 Mio. Euro und erhöhte sich somit unter anderem akquisitionsbedingt um 13 Prozent gegenüber dem Wert von 716,7 Mio. Euro im Vorjahr. Der Auftragsstand per 30. September 2003 verringerte sich von 273,4 Mio. Euro um 7 Prozent auf 254,2 Mio. Euro.

Brems-Effekte
Der Geschäftsverlauf im dritten Quartal 2003 war für Böhler-Uddeholm von mehreren Faktoren geprägt: Die Sommermonate sind für das Unternehmen nach eigenen Angaben traditionell die schwächste Periode. Dazu gekommen sei die allgemein schwierige Wirtschaftslage, die diesen saisonalen Effekt (ähnlich wie im Vorjahr) deutlich verstärkt habe. Die unverändert hohen Energiekosten und der gestiegene Schrottpreis hätten das Ergebnis des Konzerns zusätzlich belastet.

Böhler-Uddeholm-Konzernchef Claus Raidl geht davon aus, dass der im dritten Quartal verzeichnete starke "Sommereffekt" im vierten Quartal wieder kompensiert wird.
(apa, red)

11.11.2003 09:30

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