Saisonnier-Streit: Wirtschaftsminister Bartenstein genehmigt 8.000
- Arbeiterkammer protestiert scharf.
Die heimischen Tourismusbetriebe können in der heurigen Wintersaison 8.000 ausländische Saisonniers beschäftigen. Wirtschaftsminister Bartenstein hat am Montag das entsprechende Kontingent bewilligt, teilt das Wirtschaftsministerium mit. Scharfe Kritik an der Regelung kommt von AK-Präsident Tumpel.
Zusammen mit dem bereits vor rund zwei Wochen genehmigten "Gletscherkontingent" in der Höhe von 982 Plätzen steht der Tourismuswirtschaft heuer insgesamt 8.982 Saisonniers zur Verfügung, das sind um 238 Arbeitskräfte weniger als vor einem Jahr.
Zufrieden mit der Regelung zeigte sich die Tourismusgewerkschaft: Mit dem neuen Kontingent sei "der richtige Weg eingeschlagen worden, bei steigender Arbeitslosigkeit weniger Saisonniers zu genehmigen", sagte deren Vorsitzender Rudolf Kaske,
AK-Präsident Tumpel dagegen stößt sich an den genannten Zahlen: "Was der Wirtschaftsminister vor hat, ist nicht mehr rechtens", sagte Tumpel am Montag. Im bisherigen Jahresdurchschnitt seien aufgrund großzügiger Saisonkontingente bereits mehr als 11.200 Saisonniers beschäftigt worden. Die gesetzlich fixierte Vorgabe eines jahresdurchschnittlichen Bestandes von höchstens 8.000 Bewilligungen könne so nicht mehr eingehalten werden.
Grundlage für die einzelnen Bundesländerkontingente ist der von den Landesstellen des Arbeitsmarktservice (AMS) und den Sozialpartnern auf Landesebene akkordierte Bedarf an Arbeitskräften.
(apa)
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