Pensionsreform: Haider will Besserstellung der Schwerarbeiter
- Entwurf eines eigenen Gesetzes für Jänner angekündigt
- Kritik an ÖBB-Haberzettl
·Dicke Luft
Haberzettl ist sauer, 2. ÖBB-Streik droht
Der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider nimmt die ÖBB-Reform zum Anlass, um eine "Besserstellung gesundheits-gefährdender Tätigkeit gegenüber der Schreibtisch-Arbeit" auch bei den Pensionen zu fordern. "Gemeinsam mit Sozialminister Herbert Haupt werden wir Mitte Jänner 2004 einen begutachtungs-fähigen Entwurf eines eigenen Schwerabreiter-Gesetzes vorstellen".
Damit solle sicher gestellt werden, dass so genannte "Hackler" ohne Abstriche in Pension gehen können, egal wie alt sie sind.
Laut Haider solle ein Arbeitsmonat mit dem Faktor 1,2 oder 1,5 oder 1,8 für Pensions- und Beitragsmonat aufgewertet werden. Dies solle für gerechterweise für alle Bereiche gelten, "egal in welchem Betrieb jemand tätig ist, der härter arbeitet und dabei seine Gesundheit einsetzt".
Sozialminister Haupt werde darüber Gespräche mit den Sozialpartnern führen, um auszuloten, welche Bereitschaft es für diese Sonderregelung gibt. "Wir gehen davon aus, dass sieben bis neun Prozent der österreichischen Arbeitnehmer von diesem Gesetz profitieren werden", sagte Haider.
Kritik an Haberzettl
Kritik übte er in diesen Zusammenhang an der Eisenbahner-Gewerkschaft und deren Vorsitzenden Wilhelm Haberzettel. "Ihr geht es nicht um die kleinen und fleißigen ÖBB-Mitarbeiter, sondern um die Aufrechterhaltung von Privilegien für einige wenige Große", sagte der Landeshauptmann.
(apa, red)
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